SPD Bad Oeynhausen

Gemeinsam für Bad Oeynhausen

»Wir brauchen ein Verkehrskonzept«

Veröffentlicht am 01.09.2009 in Presse

Im WESTFALEN-BLATT-Interview blickt Bürgermeister Klaus Mueller-Zahlmann auf zweite Amtszeit

Bad Oeynhausen (WB). Nach der langen Wahlnacht hat für den im Amt bestätigten Bürgermeister Klaus Mueller-Zahlmann gestern um 9 Uhr der Arbeitsalltag begonnen. Das WESTFALEN-BLATT hat mit ihm über den Wahlausgang gesprochen und auf die zweite Amtszeit vorausgeschaut. Das Interview mit ihm hat Claus Brand geführt.

Herr Mueller-Zahlmann, herzlichen Glückwunsch zur Wiederwahl. Wie lange haben Sie gestern Abend gefeiert? Klaus Mueller-Zahlmann: Bei der Wahlparty in der Druckerei hat es minutenlangen Applaus gegeben. Das hat mich sehr berührt. Um 23.30 Uhr war ich zu Hause. Um halb eins bin ich zu Bett gegangen. Mein ältester Sohn ist spät nach Hause gekommen. Wir haben noch auf dem Sofa gesessen und geredet. Nach so viel Aufregung muss man erstmal runterkommen. Auch heute ist der Wahlabend noch sehr präsent.

Über welchen Glückwunsch haben Sie sich besonders gefreut?Mueller-Zahlmann: Mein Bruder Bodo hat mich um 20 Uhr aus Hamburg auf dem Handy angerufen. Das war ein schöner Moment. Gefreut habe ich mich auch über die faire Gratulation von Helke Nolte-Ernsting, meiner Gegenkandidatin der CDU aus dem Jahr 2004. Wir haben den Wahlabend im Sitzungssaal lange Zeit gemeinsam verfolgt.

Welche Aufgaben haben in der zweiten Amtszeit Priorität? Mueller-Zahlmann: Begleitend zum Bau der Nordumgehung brauchen wir ein Verkehrskonzept für die Stadt. Es muss klare Vorgaben zur Zukunft der Mindener Straße, der Kanalstraße, der Werster Straße und der Eidinghausener Straße geben. Vorliegen muss es 2010, weil auch schon während des Baus der Autobahn Entscheidungen anstehen. Die Stadtplaner arbeiten schon daran. Der Politik muss es so schnell wie möglich vorgelegt werden, damit wir gut aufgestellt sind. Das Thema Neue Mitte ist leider inzwischen negativ besetzt. Ich werde weiter dafür arbeiten, dass es eine Lösung gibt, ob mit oder ohne City-Center. Wir brauchen einen Lebensmittelanbieter im Zentrum. Schließlich hoffe ich auf eine Neuauflage der Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Politik und Rathaus zum Schuldenabbau. Damit haben wir zu Beginn meiner ersten Amtszeit gute Erfahrungen gemacht.

Gibt es ein Projekt, dem Sie mit Bauchschmerzen entgegensehen?Mueller-Zahlmann: Auch wenn es schwierig werden sollte. Ich werde mich weiterhin für die Schaffung eines Kunstrasenplatzes für die Fußballer einsetzen. Mit dem Energieversorger Eon haben wir einen Sponsor, auch wenn das manche anders sehen.

Die BBO hat auf Anhieb fast zehn Prozent erreicht und ist mit vier Sitzen im Stadtrat. Zwischen Ihnen und der BBO ist das Verhältnis sehr angespannt. Wie sehen Sie den zukünftigen Umgang miteinander?Mueller-Zahlmann: Ich werde sie nicht besser oder schlechter behandeln als jede andere Fraktion. Mein Bemühen wird es sein, zur sachlichen Arbeit miteinander zu kommen. Ich bin guter Hoffnung, dass wir nach dem Wahlkampf dafür eine Basis finden.

Im Stadtrat müssen sie mit sieben Parteien beziehungsweise Wählergemeinschaften als Verwaltungschef zusammenarbeiten. Was verändert sich im Vergleich zu Ihrer ersten Amtszeit? Wird es eine Koalition oder weiter einen Stadtrat mit wechselnden Mehrheiten geben?Mueller-Zahlmann: Ich würde es begrüßen, wenn es eine feste Listenverbindung gibt. Gerade vor dem Hintergrund vieler Fraktionen ist dies sinnvoll. Sonst wird das Finden von Mehrheiten sehr schwierig und muss im politischen Alltag immer wieder neu organisiert werden. Die Entscheidung ist Sache der Politik. Ich kann mir vorstellen, dass die etablierten Kräfte CDU, SPD, Grüne und FDP miteinander reden und eine Koalition, welcher Zusammensetzung auch immer, gebildet wird. Die Wählergemeinschaften werden sich wohl nicht einbinden lassen, auf Opposition setzen.

Was ist für Sie die größte Überraschung beim Wahlausgang?Mueller-Zahlmann: Mein großer Vorsprung vor Bernhard Kuhn.

Zwölf Direktmandate gehen an die CDU, acht an die SPD. Im Wahlbezirk 18, Werste-Nord, hat es Reiner Barg für die BBO geholt. Eine Überraschung oder von Ihnen so erwartet?Mueller-Zahlmann: Es ist keine Überraschung. Er lebt dort und hat den Bezirk schon 2004, damals noch für die Grünen, geholt. Er ist eine Persönlichkeit. Natürlich wäre es mir lieber gewesen, wenn Reinhard Scheer das Mandat für die SPD geholt hätte.

Im Wahlbezirk 22 in Wulferdingsen muss das Los entscheiden, weil der Kandidat der CDU und der SPD je 243 Stimmen erhalten haben. Wann und wie fällt diese Entscheidung?Mueller-Zahlmann: Aller Voraussicht nach heute im Wahlausschuss. Der Erste Beigeordnete, Peter Brand, ist Wahlleiter. Er würde das Los ziehen.

Was sagen Sie zur Wahl Ihres Parteifreundes Heinz-Dieter Held in Löhne? Was bedeutet das für die Zusammenarbeit von Bad Oeynhausen und Löhne?Mueller-Zahlmann: Wir werden gut harmonieren. Das habe ich auch mit seinem Vorgänger Kurt Quernheim. Mit Heinz-Dieter Held werde ich mich politisch naturgemäß aber besser verstehen.

WB-Artikel vom 01.09.2009

 

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