
Losverfahren im Wahlbezirk 22 unnötig / Ein Stimmzettel Kuhlmanns ungültig / Below direkt gewählt
Bad Oeynhausen (juk). War nichts mit Peter Brand als Glücksfee. Das Losverfahren im Wahlbezirk 22, in dem die Kandidaten Andreas Below (SPD) und Malte Kuhlmann (CDU) gleich viele Stimmen zu haben schienen, erwies sich gestern Abend als unnötig.
Lothar Gohmann heißt der „Spielverderber“. Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende hatte beantragt, vor dem Losverfahren doch lieber noch einmal die Stimmzettel aus dem Wahlbezirk 22 nachzuzählen. Das geschah um 17.15 Uhr.
Und siehe da: Eine Dreiviertelstunde, bevor der Wahlausschuss tagte, tauchte ein Zettel auf, der bislang als gültige Stimme für Kuhlmann gewertet worden war, nun aber Grund zur Beanstandung lieferte. „Außer dem Kreuz hinter Kuhlmanns Namen fanden wir unten auf dem Zettel noch ein weiteres Kreuz“, berichtete Peter Brand, Beigeordneter, Wahlleiter und „Beinahe-Glücksfee“, dem Ausschuss. Zwei Kreuze sind eines zuviel, Kuhlmann musste eine Stimme abgezogen werden. Und so hatte Below mit 234 Stimmen den Wahlbezirk 22 „Wulferdingsen Nord) doch direkt geholt.
Bitter für Kuhlmann: Er wird nun nicht in den Rat einziehen. Statt seiner rückt Marcell Siek über die Reserveliste der CDU nach. Kuhlmann trug die überraschende Wende mit Fassung. „Ich bin natürlich schon enttäuscht, dass es nun doch nicht für mich gereicht hat“, sagte der 26-Jährige. „Den ganzen Ärger hätten wir uns ersparen können, wenn im Wahllokal gleich richtig ausgezählt worden wäre.“










