
Jung-Soziale setzen sich für Nachtzüge zwischen Minden und Gütersloh ein
Bad Oeynhausen (küf). „Wir mussten unsere Kinder ja alle schon morgens aus der Disko abholen“, sagt Klaus Mueller-Zahlmann und seine Bürgermeisterkollegen Stephan Böhme aus Porta Westfalica und Heinz-Dieter Held aus Löhne nicken zustimmend. Deshalb unterstützen die Politiker auch die Jusos, die sich für regelmäßig verkehrende Nachtzüge einsetzen.
„Unser Ziel ist es, einen Nachtzug zu haben, der stündlich von Gütersloh bis nach Minden fährt“, erklärt Johannes Zück von den Jusos aus dem Kreis Minden-Lübbecke. Die Jungen Sozialen versuchen seit einem Jahr, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. Der Verkehrsverbund Ostwestfalen sei schon überzeugt, jetzt fehle nur noch die Unterstützung aus der Politik. „Ich finde die Idee sehr gut“, sagt Böhme. Denn vor allem in Städten wie Löhne oder Bad Oeynhausen hätten die Jugendlichen keine Möglichkeit, auszugehen. Mit dem Zug könnten sie problemlos mal nach Bielefeld oder Herford fahren.
„Außerdem verringert sich möglicherweise die Zahl der betrunkenen Fahrer“, fügt Mueller-Zahlmann noch hinzu. Johannes Zück hat sich schon in seinem Bekanntenkreis umgehört und nur positive Resonanz für das Unternehmen erhalten. „Nicht nur Jugendliche, sondern auch Erwachsene begrüßen den Nachtzug“, sagt Zück.
„In Minden und Herford verkehren schon die sogenannten Diskobusse, die allerdings nicht bis nach Bad Oeynhausen fahren. Insofern bringen sie nicht so viel, wie es die Züge tun würden“, sagt Anil Sehirli von den Jusos Herford.
Quelle: NW vom 02.09.2009










