SPD Bad Oeynhausen

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SPD und FDP erstaunt über Hockeyplatz-Debatte

Veröffentlicht am 31.08.2006 in Ratsfraktion

Grundwasserverhältnisse wurden zuletzt 2003 untersucht und bestätigt

Bad Oeynhausen: Für Erstaunen bei SPD und FDP sorgen die „Scharmützel“ über die Hockeyplatz-Bohrungen zwischen Bürgermeister und Gegner der Nordumgehung. „Die jüngsten Untersuchungen zu den aktuellen Grundwasserverhältnissen im Bereich des Hockeyplatzes sind erst drei Jahre alt und können beim Geologischen Dienst des Landes NRW nachgefragt werden“, erklären die Fraktionsvorsitzenden Olaf Winkelmann und Wilhelm Ober-Sundermeyer für die SPD und FDP. „Diese Ergebnisse belegen, dass eine Ortsdurchfahrung in Troglage oder als Tunnel weiterhin nicht machbar ist“, so beide Politker.

Sie berufen sich auf einen Bericht des Landesdienstes, der beiden Fraktionen vorliegt. Die Mehrfachuntersuchungen aus dem Jahre 2003 zeigen auf, dass sich seit 1989 in den beobachteten Grundwassermeldestellen im Bereich der Kreuzung B 61 / Eidinghausener Str. die Wasserverhältnisse nicht geändert haben.

„Dies ist der Bereich um den Hockeyplatz, warum nutzt Herr Rasche nicht die vorhandenen Bohrungsdaten“, fragen sich Winkelmann und Ober-
Sundermeyer.

Bereits im Jahre 1985 führten erste Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass die Heilquellen im Sielpark durch eine Tunnel- oder Troglösung gefährdet seien. 1989 wurde diese Einschätzung aufgrund nochmaliger Untersuchungen und Bohrungen bestätigt, als man den Unfallschwerpunkt im Kreuzungsbereich der B 61 / Eidinghausener Str. durch eine Unterfahrung der B 61 entschärfen wollte.

Wegen der zu befürchtenden Druckentlastung der Sole musste die Planung
damals aufgegeben werden. Die jüngsten Ergebnisse aus dem Jahre 2003
belegen abermalig, dass sich weder Grundwasserstand, noch Chloridgehalt in dem Bereich geändert haben.

Der Geologische Dienst NRW verfügt über das umfassendste geowissenschaftliche Archiv des Landes, das laufend ergänzt wird. Daraus entsteht ein modernes Kartenwerk, das in der Bundesrepublik einmalig ist und detaillierte Darstellungen des Untergrunds ermöglicht.

„Täglich rollen deutlich mehr als 50.000 Fahrzeuge durch die Stadt, darunter auch ein großer Anteil an Schwerlastern“, so Winkelmann und Ober-Sundermeyer. „Deshalb und aufgrund der Umweltverträglichkeitsstudie hat der Rat 1993 die Nordumgehung beschlossen.“

„Wir gehen davon aus, dass der Planfeststellungsbeschluss in nächster Zeit kommt, deshalb müssen wir darauf drängen, dass die vom Rat geforderten ergänzenden Lärmschutzmaßnahmen seitens der Bezirksbehörde berücksichtigt werden“, unterstreichen beide Kommunalpolitiker. Hierzu gehören weitergehende Schutzmaßnahmen gegen die durch den Bau der Trasse verursachten Immissionen, die Überprüfung weiterer Lärmschutzmaßnahmen für Wohn- und Mischgebiete im Außenbereich und die Tunnelverlängerung in Dehme um weitere 50 Meter.

Auf einen anderen wichtigen Punkt weisen SPD und FDP hin: „Zudem müsse die Verwaltung bei erfolgtem Planfeststellungsbeschluss einen Auftrag erhalten, mit den zuständigen Straßenbaulastträgern Gespräche zu führen über eine bessere städtebauliche Integration unserer Eingangsstraßen.“ Dies kann durch verkehrstechnische und bauliche Veränderungen erfolgen, um den Durchfahrtwiderstand zu erhöhen und die Geschwindigkeit zu reduzieren. Als Beispiele hierfür nennen SPD und FDP vorrangig die Kanalstraße/Mindener Straße, die Werster Straße, die Dehmer Straße und die Volmerdingsener/Eidinghausener Straße.

Die Verkehrsuntersuchung des Büros R+T aus dem Jahre 2001 geht
beispielsweise von einer Halbierung des Verkehrs auf der B 61 durch den Bau der Nordumgehung aus. „Es besteht dringender Planungsbedarf, um dieses Nadelöhr zu entlasten und deutlich attraktiver zu gestalten“, fordern beide Fraktionschefs.

„Wir haben großes Verständnis für den Widerstand der betroffenen Bürgerinnen und Bürger, erwarten aber zugleich, dass mit fairen Regeln auf beiden Seiten gespielt wird. Täuschungsvorwürfe, vorliegende Ergebnisse seien falsch und müssten deshalb selbst untersucht werden, helfen uns in der Diskussion nicht weiter, zumal es sich beim vorliegendem Fall um Untersuchungen des fachlich renommiertesten Instituts in NRW handelt“.

 

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