Minden-Lübbecke. Die dramatische Lage auf dem heimischen Ausbildungsmarkt beschäftigt seit längerem die SPD im Mühlenkreis. Vor dem Hintergrund der anhaltend eklatanten Versorgungslücke im Kreisgebiet standen jetzt Überlegungen zur Beschreitung neuer Wege erneut im Mittelpunkt des SPD-Unterbezirksvorstandes Minden-Lübbecke.
Zum einen begrüßten die Sozialdemokraten gemeinsame Ansätze vor Ort, wie sie etwa das von einem Netzwerk unter Mitwirkung der SPD getragene „Eintopf-Modell“ zur zielgerichteten Verwendung von Fördermitteln darstelle sowie Ansätze zum Ausbau von Ausbildungspatenschaften im Mühlenkreis.
Zum anderen unterstützte der Unterbezirksvorstand das vom Minden-Lübbecker NRW-Landespräsidiumsmitglied Ernst-Wilhelm Rahe vorgestellte aktuelle „6-Punkte-Programm der NRW-SPD für mehr Ausbildung in NRW, das auch für unsere Region wichtige Impulse bringen kann“. Um den bislang unversorgten Jugendlichen ein konkretes Ausbildungsangebot zu unterbreiten, soll so u.a. ein Sonderprogramm des Landes in Höhe von 75 Millionen Euro aufgelegt werden, um die Ausbildungs-bereitschaft der Arbeitgeber schnell und effektiv zu fördern. Gleichzeitig sollen diese Mittel gezielt für die Förderung sozial benachteiligter Jugendlicher verwendet werden.
Auch die Überschüsse der Bundesagentur für Arbeit sollten nach Ansicht der Mühlenkreis-SPD durchaus mit zu einer Finanzierung zusätzlicher Ausbildungsplätze herangezogen werden.
Und die so insgesamt gewonnen Mittel sollten nach Ansicht der Sozialdemokraten dann vor allem auch dorthin fließen, wo der Bedarf am größten ist: „Das ist ganz unzweifelhaft Ostwestfalen-Lippe und hier ganz besonders der Kreis Minden-Lübbecke“, betonte die stellvertretende Landrätin Birgit Härtel, Mitglied im Regional- und Unterbezirksvorstand der SPD.