Winkelmann: „Kaufkraft der zusätzlichen auswärtigen Werre-Park-Kunden in die Innenstadt locken!“
Bad Oeynhausen: „Wir erreichen etwa 760.000 Menschen aus einem
Einzugsgebiet mit 1,3 Mio. Einwohnern zwischen Bielefeld im Süden und dem Steinhuder Meer im Norden“, erklärte Center-Manager Michael Kropp anlässlich eines Informationsbesuchs der SPD-Ratsfraktion im Werre-Park Bad Oeynhausen. „Und etwa 70 Prozent unserer Kunden kommen von außerhalb“, so Kropp.
Zufrieden äußerte er sich zudem über die Umsatzentwicklung und den
zusätzlichen Besucherschub am neuen verlängerten Donnerstag. Das Ergebnis einer Kundenbefragung vom 5. April dokumentiere deutlich, dass die meisten Kunden des Tages zwischen 19 und 20 Uhr zu verzeichnen waren. „Wir haben insgesamt 23.000 Besucher an dem Tag gezählt, ein Plus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, unterstrich Kropp. Vor allem Kunden von außerhalb und Berufstätige würden das verlängerte Öffnungsangebot nutzen.
Im anschließenden Arbeitsgespräch fragte SPD-Fraktionschef Olaf Winkelmann nach Möglichkeiten einer „besseren Verzahnung“ zwischen Werre-Park und Innenstadt. „Immer wieder wird der Vorwurf erhoben, der Werre-Park würde Kaufkraft aus der Innenstadt abziehen“, so Winkelmann. „Doch was wäre, wenn wir umgekehrt die Kaufkraft der zusätzlichen auswärtigen Kunden, die der Werre-Park anzieht, in die Innenstadt leiten könnten?“ fragte er weiter.
Erforderlich sei hierzu ein einheitliches Stadtmarketing mit einem
Ansprechpartner, das „nicht an den Innenstadtgrenzen aufhört, sondern auf das gesamte Stadtgebiet ausgerichtet ist und auch die Einzelinteressen bündelt“, forderte Fraktions-Geschäftsführerin Ursula Sieker. Staatsbad GmbH undstädtische Wirtschaftsförderung sollten enger zusammen arbeiten. „Die Stadt vermarktet sich zu wenig“, so Sieker.
Minden plane mit der Domhof-Galerie ein neues Stadtzentrum und Espelkamp hätte bereits den ersten Spatenstich für ein ähnliches Projekt getan. „Städte und Gemeinden um uns herum wollen ihre Innenstädte aufwerten und zusätzliche Kaufkraft anlocken, auch aus Bad Oeynhausen“, so SPD-ChefWinkelmann. Die Entwicklung sei nicht zu stoppen.
„Dieser Zug sollte deshalb nicht an uns vorbeifahren, auch wir müssen unsere Juwelen zusammentragen und ausstellen“, so Winkelmann. Bad Oeynhausen hätte mit seiner Infrastruktur ausgezeichnete Potentiale. „Der Werre-Park macht uns vor, wie es funktionieren kann, mit einem ausgefeilten Einkaufskonzept und einer einheitlichen Vermarktung des Centers.“ Einig waren sich alleGesprächsteilnehmer, dass dies nur gemeinsam gelingen könne. „Wir sind offen für Gespräche“, unterstrich Kropp.