SPD Bad Oeynhausen

Gemeinsam für Bad Oeynhausen

Sielwehr für Stromgewinnung geeignet

Veröffentlicht am 11.12.2009 in Ratsfraktion

Peter von Bechen/pixelio.de

Staatsbad-Ausschuss prüft Wasserkraftnutzung - Maßnahmen von Gesamtkonzept abhängig

Bad Oeynhausen (WB). Eine mögliche Wasserkraftnutzung an der Werre kann erst dann besprochen werden, wenn fest steht, mit welchen Umgestaltungsmaßnahmen der EU-Wasserrahmenrichtlinie entsprochen wird. Darauf hat sich am Mittwochabend der Betriebsausschuss Staatsbad verständigt.

Dem Ausschuss lagen zwei Anträge zum Thema Wasserkraftnutzung vor. Der SPD-Fraktion ging es darum, zu prüfen, ob mit der ausstehenden Sanierung des Sielwehrs die Errichtung einer integrierten Kleinwasserkraftanlage sinnvoll sei. Die FDP-Fraktion beantragte, die Turbine am Kokturkanal zu modernisieren. Dirk Henschel, Betriebsleiter des Staatsbads, nahm zu beiden Punkten in einem Sachstandsbericht stellung.

Seinen Erkenntnissen nach würde sich der Betrieb der Turbine am Kokturkanal wirtschaftlich nicht lohnen. Doch müsse bei künftigen Planungen beachtet werden, dass der Kanal unter Denkmalsschutz steht. Da das Wasser für den Kanal oberhalb der Staustufe abgezweigt werde, könne ein Umbau des Sielwehrs den Wasserstand im Kanal beeinflussen.

Am Sielwehr, wo das Wasser eine Fallhöhe von drei Metern überwindet, ließe sich eine Wasserkraftnutzung durchaus sinnvoll installieren. Doch sei es zu früh, sich darüber Gedanken zu machen. »Wir können erst dann sinnvoll planen, wenn das Konzept für die ganze Werre steht«, sagte er.

Das Sielwehr staut die Wassermassen über etwa fünf Kilometer zurück. Problematisch seien neben der Verschlammung und der Sauerstoffarmut des nahezu stehenden Gewässers auch, dass Wanderfische das Sielwehr nicht passieren könnten. Handlungsbedarf sei also auf jeden Fall gegeben.
Es gelte jedoch, abzuwarten, was im Zuge der Umsetzung der EU-Richtlinie passiert, mit der die Wasserqualität verbessert werden soll.

Doch fiele dies in den Bereich des Ausschusses für Klima, Umwelt und Hochwasserschutz, welcher wiederum von den Plänen abhängig ist, die das Land NRW als Handlungsrahmen für die Kommunen herausgeben will. Erst, wenn dort das weitere Vorgehen beschlossen ist, könnten mögliche Wege der Wasserkraftnutzung weiter diskutiert werden, erklärte Dirk Henschel.

WB-Artikel vom 11.12.2009

 

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