
Die schwarz-gelbe Bundesregierung will viel Geld für das bildungsfeindliche Betreuungsgeld ausgeben. Wie echte Zukunftsinvestitionen aussehen demonstriert indes der Regierende Bürgermeister von Berlin und stellvertretende SPD-Vorsitzende Klaus Wowereit – und stellt die letzten Kitajahre beitragsfrei.
Der Berliner Doppelhaushalt 2010/2011, der am Donnerstagabend beschlossen werden soll, setzt klare Schwerpunkte für Bildung und Betreuung. So sollen ab kommenden Jahr bereits die letzten beiden Kitajahre beitragsfrei gestellt werden, um allen Kindern den Zugang zu früher Förderung zu ermöglichen.
Damit setzt Berlin klar andere Akzente als die schwarz-gelbe Bundesregierung, die mit dem geplanten Betreuungsgeld den Verzicht auf frühkindliche Bildung belohnen will – eine Weichenstellung, die zunehmend auch in der Wissenschaft auf scharfe Kritik stößt. Es müsse darum gehen, in die "Köpfe der Menschen" zu investieren, "in die Zukunft junger Generationen und zum Wohle unseres Landes", sagte Wowereit vor der Haushaltsentscheidung des Berliner Abgeordnetenhauses. "Das hilft mehr als ein Wachstumsverscheuderungsgesetz, das Geld verteilt, das nicht da ist, an diejenigen, die es am wenigsten brauchen."










