EU-Parlament stimmt über Klimabericht ab
Das Europäische Parlament hat heute vor den verheerenden Folgen des Klimawandels gewarnt. Mit überwältigender Mehrheit forderten die EU-Abgeordneten in einem Zwischenbericht über die wissenschaftlichen Fakten des Klimawandels schnelles politisches Handeln. Ziel müsste es sein, bei der Erderwärmung unter 2 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu bleiben.
Mechtild ROTHE, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und stellvertretendes Mitglied im Klimaausschuss, begrüßte das Ergebnis: "Die Debatte über die wissenschaftliche Grundlage des Klimawandels haben wir nun endlich hinter uns gelassen. Einige Klimaskeptiker konnten sich mit ihren Verwässerungsanträgen nicht durchgesetzt." Mit dem heutigen Zwischenbericht zum Klimawandel haben sich die Europaabgeordneten deutlich hinter die wissenschaftlichen Fakten des "Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen" (IPCC) der Vereinten Nationen gestellt.
"Die erste Etappe auf dem Weg zu einer nachhaltigen europäischen Klimapolitik ist mit dem Zwischenbericht erreicht. Um langfristige Klimakatastrophen, wie das Absterben des Regenwaldes am Amazonas und das Abschmelzen des Grönlandeises, zu vermeiden, werden stärkere Gegenmaßnahmen gebraucht. Um auch die damit verbundenen weltweiten wirtschaftlichen und sozialen Folgen zu bekämpfen, müssen in den kommenden Monaten konkrete Vorschläge im Klimaausschuss erarbeitet werden", forderte die SPD-Abgeordnete ROTHE.
Hintergrund: Der heute vom Europäischen Parlament angenommene Bericht ist ein Zwischenbericht, der sich ausschließlich mit den Fakten um den Klimawandel auseinandersetzt. Eine erste Diskussion zum finalen Bericht wird der Klimaausschuss voraussichtlich am 15. September 2008 führen. Er wird sich mit Vorschlägen für eine integrierte europäische Klimapolitik befassen. Abgestimmt wird im Klimaausschuss am 2. Dezember 2008 und im Plenum voraussichtlich im Januar oder Februar 2009.