Unter dem Titel "Zukunft sozial gestalten - Herausforderungen für eine solidarische Gesellschaft" veranstaltete die SPD Minden-Lübbecke und die "Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen" am 07.11.2008 im DW-Begegnungszentrum "e-Werk" eine ArbeitnehmerInnen-Konferenz.
Als Gastredner trat, auf Einladung des SPD-Bundestagskandidaten Achim Post, der SPD-Bundestagsabgeordnete Ottmar Schreiner, der gleichzeitig der Bundesvorsitzende der AfA ist, bei der Konferenz auf.
In seiner Rede erklärte Schreiner, dass sich in Deutschland eine soziale Kluft auf, die es zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik noch nicht gegeben habe und weiter auf den Weg zu einer Zweiklassengesellschaft sei und um diese Entwicklung aufzuhalten müsse es z.B. gerechte Löhne, wie einen gesetzlichen Mindestlohn, geben.
Schreiner forderte in seiner Rede auch dass "Ein-Euro-Jobs als Instrument der Arbeitsmarktpolitik abgeschafft" und der er Missbrauch von Leiharbeit müsse bekämpft werden müsse.
Ein weiterer Themenpunkt, den Schreiner in seiner Rede aufnahm, waren die Renten. Es dürfe keine Altersarmut geben bei Leuten, die ihr ganzes Leben lang gearbeitet hätten. "Die Rente muss deutlich oberhalb der staatlich finanzierten Sozialhilfe liegen, so Schreiner und fordert, dass die Voraussetzungen für den Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente überarbeitet und den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen angepasst werden.
Als drittes Themengebiet sprach Ottmar Schreiner das Thema Bildung an. Schreiner fordert eine Bildungsoffensive, bei der das Bildungssystem mit ausreichend Finanzmittel ausgestattet werden muss und die Chancengerechtigkeit hergestellt werden müsse. "Es sei beschämend, dass in Deutschland 90 Prozent der Akademikerkinder, aber nur elf Prozent der Arbeiterkinder Abitur machen", so Schreiner.