SPD Bad Oeynhausen

Gemeinsam für Bad Oeynhausen

Wulferdingsener sagen Rasern den Kampf an

Veröffentlicht am 30.06.2011 in Ortsverein

Anlieger und SPD-Ortsverein fordern Mittelinseln für Siedinghausener und Bergkirchener Straße

Bad Oeynhausen. Friedhelm Eikmeier weiß schon ganz genau, was er mit einem Lottogewinn machen würde: „Ich lasse eine Mittelinsel auf die Siedinghausener Straße bauen.“ Weil der Wulferdingsener alltäglich erlebt, wie viele Fahrzeuge durch den Ortsteil rasen.

„Wenn man hier mit 50 fährt, zeigen einem andere nen Vogel“, ergänzt Wilfried Hamel. Auch er wohnt in Wulferdingsen, und auch er fürchtet um die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern. „Hier muss was getan werden, bevor ein schwerer Unfall passiert“, ist er sich mit Eikmeier und weiteren Anliegern einig. In Andreas Below, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Wulferdingsen, haben sie einen Fürsprecher gefunden, der ihr Anliegen über seine Parteifreundin, die heimische Landtagsabgeordnete Inge Howe, bis ins Düsseldorfer Verkehrsministerium gebracht hat.

Leider bislang ohne Erfolg: „Die Kreuzung Siedinghausener Straße/ Glockenbrink ist kein Unfallschwerpunkt“, fasst Below die Stellungnahme des Ministeriums zusammen. „Weil sich die Beteiligten bei den meisten Unfällen mit Blechschäden einigen und gar nicht die Polizei rufen“, vermutet Eikmeier.

Nichtsdestotrotz wollen sich die Wulferdingsener mit dem Bescheid nicht zufriedengeben. Sie wollen Inge Howe noch einmal anschreiben und ihr einen konstruktiven Verbesserungsvorschlag unterbreiten. Mit einer versetzten Mittelinsel an der letzten Kurve vor der Kreuzung sollen Autofahrer zum langsamen Fahren gezwungen werden. Eikmeier: „Auf einer Landstraße in Hille funktioniert das auch.“ Und außerdem sei eine Mittelinsel viel preiswerter als eine Ampel oder eine Querungshilfe im Kreuzungsbereich. Below: „Wir schätzen die Kosten auf rund 50.000 Euro.“

Wobei er den Betrag am liebsten gleich verdoppeln möchte – schließlich sehen er und die Anlieger rund 200 Meter weiter einen zweiten Gefahrenpunkt. „An der Kreuzung Bergkirchener Straße wird auch gerast“, sagen die Anlieger. Immerhin haben sie insoweit Unterstützung vom Ministerium erhalten. „Hier wurde ein Unfallschwerpunkt anerkannt.“

Eine Feststellung, die allerdings noch zu keinen praktischen Konsequenzen geführt hat. „Es fehlt eben das Geld“, erkennen die Anlieger einen Grund. Der sie aber nicht entmutigen wird. Weil es mit Eikmeiers Lottogewinn ja noch dauern kann, wollen sie noch einmal schreiben. Nicht nur an Inge Howe. Below: „Unser Ortsverein will auch die Fraktion im Stadtrat einschalten.“

© 2011 Neue Westfälische
11 - Bad Oeynhausen, Dienstag 28. Juni 2011

 

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