SPD Bad Oeynhausen

Gemeinsam für Bad Oeynhausen

Schwarz-Gelb will "täuschen, tricksen, vernebeln"

Veröffentlicht am 10.11.2009 in Bundespolitik

Einen "katastrophalen Fehlstart" hat Frank-Walter Steinmeier der schwarz-gelben Bundesregierung attestiert und Angela Merkel soziale Spaltung vorgeworfen. Die Koalition habe keinen Plan für die Zukunft Deutschlands, kritisierte der Oppositionsführer.

Erst Wochen nach dem Amtsantritt der neuen Bundesregierung hat Angela Merkel am Dienstag vor dem Deutschen Bundestag die Regierungserklärung abgegeben. Angesichts der inhaltlichen Unschärfe im Koalitionsvertrag war mit der Rede allgemein mehr Klarheit über die schwarz-gelben Vorhaben in Merkels zweiter Amtszeit erwartet worden - "dies wäre der Auftrag gewesen", erinnerte der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier die Bundeskanzlerin in seiner Antwort vor dem Parlament. Merkel habe keine Regierungserklärung, sondern ein "Regierungsrätsel" präsentiert, "und Sie kennen die Antwort auch nicht".

Der Oppositionsführer im Deutschen Bundestag nannte den Koalitionsvertrag ein "Dokument der Vertagung und Verunsicherung". Alle schwierigen Entscheidungen hätten Union und FDP aufgeschoben, kritisierte Steinmeier vor dem Hintergrund von insgesamt acht Kommissionen und 15 Prüfaufträgen, in denen zentrale Fragen etwa zur Steuer- oder Gesundheitspolitik geklärt werden sollen. Dieser Koalition gehe es um „täuschen, tricksen, vernebeln“ und darum werde sie scheitern, so der SPD-Fraktionsvorsitzende.

Koalitionsvertrag für soziale Spaltung

Vieles bleibt also offen - und wird es vermutlich auch bleiben, mindestens bis nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im Frühjahr 2010. Damit keine Wählerinnen und Wähler verschreckt werden. Dass Schwarz-Gelb aber die "Weichen für eine andere Republik" stellen will, sei dennoch bereits klar erkennbar, so Steinmeier. "Der Koalitionsvertrag ist auf soziale Spaltung angelegt", stellte der Oppositionsführer fest: auf Spaltung zwischen den Generationen und zwischen Kindern armer und reicher Eltern. Mit dem Wiedereinstieg in die Atomkraft werde wieder ein gesellschaftspolitischer "Großkonflikt" eröffnet, die Schere zwischen Arm und Reich gehe weiter auseinander, und in der Gesundheitspolitik sei massiv das Solidarprinzip gefährdet, weil zukünftige Risiken allein die Versicherten tragen müssten.

Scharf kritisierte Steinmeier auch die drastischen Einnahmeausfälle in den Kommunen durch die steuerpolitischen Pläne der Koalition und in der Arbeitsmarktpolitik die Förderung von Billiglöhnen.

Kein Plan für Deutschland

Stattdessen brauche das Land jetzt "eine Leitidee", wie Wohlstand und Arbeit im neuen Jahrzehnt entstehen könnten, forderte der SPD-Fraktionsvorsitzende. Es müsse auch darum gehen, dass sich eine derartige Wirtschafts- und Finanzkrise nicht wiederholt. Und dass die soziale Spaltung in Deutschland überwunden werde.

Schwarz-Gelb habe zwar einen Koalitionsvertrag, "aber Sie haben keinen Plan", stellte Steinmeier fest. "In dieser Regierung steckt der Wurm."

 

News der Bundes-SPD

21.09.2026 13:36
Stark gegen rechts.
Wir verteidigen unsere Demokratie - mit Haltung, klaren Argumenten und unseren Werten: Freiheit. Gerechtigkeit. Solidarität. Du willst mehr als zuschauen?

Bildung beginnt in der Kita. Gute Kitas stärken Kinder und geben Familien mehr finanziellen Spielraum. So entstehen faire Chancen von Anfang an.

10.09.2026 09:38
Zusammen Zukunft schreiben..
Eine neue Zeit braucht eine neue SPD. Deshalb entwickelt die SPD ein neues Grundsatzprogramm und erneuert sich zugleich.

Weitere Meldungen

News der NRWSPD

NRWSPD
NRWSPD-Vorsitzende gratuliert SPD in Mecklenburg-Vorpommern zur beeindruckenden Aufholjagd Am 20. September 2026 haben die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin einen neuen Landtag gewählt. Nach den ersten Prognosen kommentiert die NRWSPD-Vorsitzende

Am Freitagabend, 18. September 2026, haben sich die Regierungsparteien in Berlin auf Entlastungen bei den Kraftstoffpreisen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro verständigt. Zugleich macht die Regierungskoalition den Weg für

Die Ergebnisse der jüngsten PISA-Studie sind erneut schockierend. Die Leistungen der 15-Jährigen sind demnach auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung gefallen. Etwa jeder Dritte erreicht in Mathematik und Lesen

Weitere Meldungen

Mitglied werden!

Kreis-SPD & Jusos

AfA & AG60plus

Die SPD in den Netzwerken

Zu den Profilen und Seiten: