SPD-Kreistagsfraktion zu Gast bei MEW / Naturschutzbelange beachten
Minden-Lübbecke. Beeindruckt von den Planungen des "RegioPort Weser" und den sich daraus ergebenden Entwicklungschancen für Kreis und Region zeigte sich die SPD-Kreistagsfraktion Minden-Lübbecke. Unter der Leitung ihres Vorsitzenden Ulrich Kaase und in Begleitung von Landrat Dr. Ralf Niermann und Mindens Bürgermeister Michael Buhre ließen sich die Fraktionsmitglieder anlässlich eines Besuchs der Mindener Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (MEW) vom MEW-Geschäftsführer Hans Jürgen Hansch über die Rahmenbedingungen, den aktuellen Sachstand und die Perspektiven dieses Logistik-Projektes informieren.
Der bereits jetzt sprunghaft wachsende und absehbar weiter boomende Güterverkehr im Hinterland der deutschen Seehäfen bedeute auch für die Binnenhäfen im Kreis Minden-Lübbecke sowie im benachbarten Bückeburg enormes Entwicklungspotential. Kristallisationspunkt für diese "einmalige, jetzt zu nutzende Chance für die Stadt, den Kreis und die gesamte Region" (Hansch) ist dabei der Mindener Containerhafen, oder besser gesagt der nun auf Zukunft dimensionierte, geplante neue RegioPort Weser in Minden.
Die SPD-Kreistagsabgeordneten zeigten sich nach ausführlicher Darstellung und Diskussion davon überzeugt, dass dieses neue logistische Zentrum für den Mühlenkreis und für OWL einen bedeutenden Standortfaktor darstelle, der auch mittelbar sehr positive Wirkungen für Wirtschaft und Arbeitsplätze im Kreis Minden-Lübbecke und in der Region erzeugen werde.
Regionalratsmitglied Dr. Manfred Horter informierte seine Kreistagsfraktionskollegen über den für das Bauvorhaben maßgeblichen Erörterungsstand im Regionalrat, der auf seiner Juni-Sitzung den Gebietsentwicklungsplan voraussichtlich dementsprechend ändern werde. Die SPD-Regionalratsfraktion stehe den Planungen in Minden sehr positiv gegenüber, würde allerdings auch relevante Einwendungen Ernst nehmen: "Berechtigte Naturschutzbelange müssen bei Planung und Bau weitestgehend beachtet werden".
Die SPD-Fraktion sprach sich gleichfalls nachdrücklich für die Ausbauplanungen in der Kreisstadt aus, stützen diese doch auch gerade den umweltverträglichsten Verkehrsträger: "Angesichts der prognostizierten dramatischen Entwicklungen auf dem Verkehrssektor insgesamt ist eine ökologisch verträgliche Förderung der Binnenschifffahrt nicht nur eine enorme wirtschaftspolitische Chance für unseren Kreis, sondern auch ein Beitrag zu einer umweltverträglicheren Verkehrspolitik", brachte Fraktionsvorsitzender Ulrich Kaase die Meinung der Sozialdemokraten auf den Punkt.