
Verwaltung soll Nutzung mit Straßen NRW klären
Bad Oeynhausen (nisi). Vor zwei Jahren war hier noch ein tiefes Loch. Nun liegt ein großer Deckel auf knapp zwei Hektar Dehme: Der Nordumgehungstunnel am Hahnenkamp ist im Rohbau fertig. Und eröffnet unter der Erde Platz für Autos, über der Erde Raum für Fantasie. Was tun mit den rund 19.000 Quadratmetern Fläche über dem Tunnel?
Dieter Langenbruch (SPD) war der erste, der sich diese Frage offen stellte. Und der der Meinung ist, dass die Fläche zu schade sei, um künftig bloß Rasen zu tragen. Ein Ideenwettbewerb soll her, die Bürger aufgefordert werden, Vorschläge zu machen. Dafür machten die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschuses jüngst den Weg frei. Sie stimmten dafür, dass die Verwaltung mit Straßen NRW die Voraussetzungen für eine öffentliche Nutzung des Tunneldaches abstimmt.
Schon im vergangenen Jahr hatte Dieter Langenbruch der NW von seinen Gedanken zur Gestaltung der Fläche berichtet. "Das ist doch als Wiese verschenkt", sagt Langenbruch. Seine Idee: Spielgeräte, ein Skaterplatz, Bänke, eine Boule-Bahn oder auch eine Freilauffläche für Hunde könnten auf dem Tunneldach Raum finden. Straßen NRW, Bauherr der Nordumgehung und deshalb auch quasi Statthalter des Eigentümers des Tunneldachs (der ja dem Bund gehört), hatte einst auf Nachfrage der NW schon grundsätzliche Zustimmung zu einer Gestaltung und Nutzung der Fläche signalisiert.
Skeptisch zeigte sich in der Sitzung aber Peter Thielscher vom städtischen Bauamt. "Das Gelände ist nicht verknüpft mit den Weser- und Werrewiesen", gab er zu bedenken. Nun soll erst einmal alles mit Straßen NRW besprochen und eine grobe Kostenschätzung erstellt werden. "Laufen Sie mal über das Gelände - dann bekommen Sie eine genaue Vorstellung von den Gegebenheiten", schlug Ausschussvorsitzender Kurt Nagel den Mitgliedern vor.
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12 - Bad Oeynhausen, Montag 09. Februar 2015










