SPD Bad Oeynhausen

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Grund zum Feiern am Internationalen Frauentag: Die Quote wird Gesetz!

Veröffentlicht am 05.03.2015 in Frauenpolitik

„Am Sonntag, 8. März, feiern wir einen historischen Frauentag: Es ist der letzte, der ohne eine gesetzliche Quote für Frauen in Führungspositionen der Wirtschaft und im Öffentlichen Dienst stattfindet. Der Gesetzentwurf zur Quote von Frauenministerin Manuela Schwesig wird am morgigen Freitag im Parlament verabschiedet. Die Zeiten der wirkungslosen freiwilligen Vereinbarungen sind damit endgültig vorbei“, erklärt Stefan Schwartze, SPD-Bundestagsabgeordneter für den Kreis Herford und die Stadt Bad Oeynhausen, und stellvertretender Sprecher der Arbeitsgruppe Familie, Senioren, Frauen und Jugend in der SPD-Bundestagsfraktion.

 „Mit der Quote wird ein weiteres wichtiges SPD-Projekt aus dem Koalitionsvertrag erfolgreich abgeschlossen. Für Aufsichtsräte von börsennotierten und voll mitbestimmungspflichtigen Unternehmen gilt damit in Zukunft eine feste Geschlechter-Quote von 30 Prozent. 3.500 weitere Unternehmen sind verpflichtet, feste Zielgrößen für ihre Aufsichtsräte und die zwei darunter liegenden Führungsebenen zu erstellen und einzuhalten. Für die Gremien des öffentlichen Dienstes gilt ebenfalls eine Quote von 30 Prozent, die im Jahr 2018 auf 50 Prozent erhöht wird. Außerdem wird das Bundesgleich-stellungsgesetz modernisiert“, erläutert Stefan Schwartze.

Pünktlich zum Internationalen Frauentag wird das Gesetz am 6. März im Bundestag verabschiedet. Die jahrzehntelangen Forderungen der Frauenorganisationen werden endlich Gesetz - ein historischer Schritt, der sicherlich auch bei vielen Aktionen zum Internationalen Frauentag gewürdigt wird. 

„Mehr Frauen in Führungspositionen sind ein wichtiger Schritt für die Gleichstellung von Frauen und Männern. Das Gesetz zur Quote kann aber nur ein Baustein von vielen sein, denn Gleichstellung bezieht sich auf alle Lebensbereiche und nicht nur auf die berufliche Karriere“, betont Schwartze. „Deshalb wollen wir mehr: ein starkes Gesetz zur Entgeltgleichheit, um die Lohnlücke zwischen Frauen und Männer von immer noch erschreckenden 22 Prozent zu bekämpfen, eine Familienarbeitszeit sowie den Ausbau von Ganztags-Kitas und Ganztags-Schulen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Kombination von Familie, Freizeit und existenzsichernder Erwerbsarbeit muss für alle möglich sein – unabhängig vom Geschlecht.“

Foto: Eine besonderes Votum im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Stefan Schwartze (Mitte), sowie alle anderen Ausschussmitglieder empfehlen dem Bundestag einstimmig den Gesetzentwurf zur Frauenquote in Führungspositionen zur Annahme. Die Parlamentarische Staatssekretärin Elke Ferner hielt den historischen Moment im Bild fest.

 

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