Foto: Ralf JaworekOlaf Winkelmann führt weiter SPD-Stadtverband
Bad Oeynhausen. Sonnenenergie und Wasserkraft – mit aller Kraft will die SPD in Bad Oeynhausen die Nutzung regenerativer Energien fördern. Mit überwältigender Mehrheit haben die Delegierten auf der Stadtverbandsversammlung am Donnerstagabend zwei Leitanträge zur Installation von Photovoltaikanlage auf städtischen Liegenschaften und zur Nutzung der Wasserkraft am Sielwehr verabschiedet.
Für den Stadtverbandsvorsitzenden Dr. Olaf Winkelmann ist das nicht nur Beweis dafür, dass seine Partei die Zeichen der Zeit nach der Abkehr vom Atomstrom erkannt hat. Noch wichtiger ist ihm, dass die Forderung nach einer Optimierung des Sielwehrs (die NW berichtete) zeige, dass seine Partei umfassende ökologische Verantwortung übernehmen wolle – „im Gegensatz zu den Grünen im Stadtrat. Sie bleiben auf halbem Weg stehen, weil sie die Bürgerinteressen, den energetischen Aspekt und den Hochwasserschutz vernachlässigen“, so Winkelmann.
Er forderte die Grünen auf, sich gemeinsam mit SPD und FDP für ein nachhaltiges Modell zur Nutzung des Sielwehrs einzusetzen.
In Sachen Lärmschutz kann sich die Bad Oeynhausener SPD dagegen schon jetzt starker Unterstützung sicher sein. Landtagskandidatin Inge Howe , die die Versammlung auch für einen Wahlkampfauftritt vor den Genossen nutzte, kündigte an, die Lärmschutzwand in Rehme werde trotz Landtagsauflösung in zwei Bauabschnitten bis zum Frühling 2013 realisiert. Außerdem versprach sie, der Ausbaustopp der Südbahn solle Bestandteil des neuen Koalitionsvertrages werden.
„Nord- und Südbahn gehören zusammen“, ergänzte der SPD-Bundestagsabgeordnete Stefan Schwartze mit Blick auf die Lärmbeeinträchtigungen der Bürger. Er zeigte sich zuversichtlich, dass sich auch der Petitionsausschuss des Bundestages bald mit den Forderungen beschäftigen wird. Schwartze: „Ich will mich dafür einsetzen, dass der Ausschuss nach Bad Oeynhausen kommt.“
Andere Projekte, für die sich die SPD in der Vergangenheit engagiert hat, sind derweil erfolgreich abgeschlossen. Dass es in Bad Oeynhausen keine „bürgerfeindliche und starre“ Satzung zur Dichtheitsprüfung gibt, führt Winkelmann ebenso auf die engagierte Arbeit der Sozialdemokraten zurück wie die Schließung der City-Wache („Ein überflüssiges Angebot“). Sein Fazit: „Wir sind die bestimmende Kraft in Bad Oeynhausen.“
Die 51 Delegierten der Ortsvereine wollen, dass das so bleibt und setzen dafür auf den bewährten Vorstand. Sie bestätigen Dr. Olaf Winkelmann, seine Stellvertreter Ursula Sieker und Sven Berger sowie Kassierer Reinhard Scheer für weitere zwei Jahre in ihren Ämtern. Zum Nachfolger von Schriftführer Olaf Kniola wählen sie Christian Vogelsang.
NV vom 21.04.2012 - Text von: HEIDI FROREICH
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