SPD Bad Oeynhausen

Gemeinsam für Bad Oeynhausen

„Es steht viel auf dem Spiel“

Veröffentlicht am 05.09.2011 in Stadtverband

Protest-Marsch der SPD gegen einen möglichen Ausbau der Südbahnstrecke

Bad Oeynhausen (vk). Wären die Bäume nicht grün, dann könnten die Wanderer an der Südbahnstrecke die Bahnschienen schon sehen. Keine 100 Meter sind es von der Maternus-Klinik bis zu den Gleisen. „Wir haben schon jetzt einige Gäste, die uns bitten in ein Zimmer verlegt zu werden, das weiter von den Bahnschienen entfernt liegt“, erklärte Verwaltungsdirektor Martin Groll. Was jedoch passieren würde, wenn der geplante Ausbau der Südbahnstrecke (die NW berichtete) realisiert werden würde, mag sich Groll nicht ausmalen. An Erholung oder Rehabilitation wäre nicht mehr zu denken.

Auf ihrem Marsch entlang der Trasse am Samstagmorgen machten SPD-Politiker aus Löhne und Bad Oeynhausen auch an der Maternus-Klinik Halt und überreichten eine Unterschriftenliste für die Petition.

Gestartet waren die gut 25 Sozialdemokraten bei der Bäckerei Simon in Löhne-Gohfeld. „Wir sehen schon hier die erste betroffene Stelle in Löhne“, erklärte die SPD-Landtagsabgeordnete Angela Lück und deutete auf das Neubaugebiet wenige Meter neben der Bahnstrecke.

Von der Bäckerei aus ging es die Südbahnstraße entlang und über die Straße „Am Bahndamm“ zur „Maternus-Klinik“. Weiter führte der „Schnatgang“ in Richtung Bali Therme, bei der ebenfalls eine Unterschriftenliste für die Petition gegen den Ausbau hinterlegt wurde.

„Entlang der Trasse sind in Bad Oeynhausen gleich mehrere Kliniken betroffen“, erklärte Jürgen Daniel, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bad Oeynhausen-Altstadt. Darunter fallen die Johanniter Ordenshäuser, die Klinik am Park, die Porta-Klinik, die Klinik am Osterbach, das Ronald-McDonald Elternhaus, sowie Krankenhaus und Herz- und Diabeteszentrum.

„Es steht viel auf dem Spiel“, so Daniel, „Im schlimmsten Fall die Aberkennung von Bad Oeynhausen als Kurort.“

Prekär wäre bei einem möglichen Ausbau aber auch die Verkehrssituation in der Kurstadt. „Der Schienenübergang an der Weserstraße, Ecke Detmolder ist eine wichtige Achse für den Verkehr in Richtung Exter“, erklärte Jürgen Daniel am Bahnübergang, „Wäre er alle 15 Minuten durch einen Güterzug blockiert, würden große Teile des Verkehrs über die Niederbecksener Straße oder die Triftenstraße – beides Tempo-30- Zonen – abgeleitet.“ Doch noch, erinnerte der Bundestagsabgeordnete Stefan Schwartze, sei es früh genug zu handeln und Signale zu senden.

Am Ende des Marsches konnten sich die „Schnatgänger“ bei Bäcker Fritz Seeger in der Südbahnstraße in Bad Oeynhausen stärken. Auch Seeger betrifft der Ausbau der Strecke. „Ich wohne seit über 60 Jahren an der Strecke“, erklärte er.

© 2011 Neue Westfälische
11 - Bad Oeynhausen, Montag 05. September 2011

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