SPD Bad Oeynhausen

Gemeinsam für Bad Oeynhausen

Ausbau-Pläne sollen durchkreuzt werden

Veröffentlicht am 05.09.2011 in Stadtverband

SPD-Stadtverbände Bad Oeynhausen und Löhne organisieren Schnatgang entlang der Bahntrasse

Bad Oeynhausen (WB). »Südbahnausbau: Nein, danke!« lautete einer von vielen Schriftzügen auf Bannern und Plakaten, die Mitglieder der SPD-Ortsverbände Bad Oeynhausen und Löhne angefertigt hatten. Mit ihnen und 30 Bürgern haben sie sich am Samstag zum Schnatgang entlang der Südbahn aufgemacht.

Ziel der Veranstaltung war es, sich gemeinsam den Verlauf der Strecke anzusehen und mit betroffenen Bürgern dabei ins Gespräch zu kommen. »Wir müssen uns nicht nur gegen den Ausbau aussprechen, sondern den Protest aufrecht erhalten und das Thema präsent machen«, erklärte Stefan Schwartze, Mitglied des Bundestages, der den Schnatgang anführte.

Los ging der Besichtigungs-Marsch in Gohfeld am Bahnübergang neben der Bäckerei Simon. Schon dort wurden einige mögliche Auswirkungen eines Bahnstrecken-Ausbaus deutlich. »Wir haben neben den zahlreichen Bahnübergängen noch einige Besonderheiten. Bei den Planungen wurde die Topographie völlig außer Acht gelassen. Wir haben an vielen Orten eine dichte Wohnbebauung«, sagte Stefan Schwartze.

Bis zu 180 Züge würden nach einem Ausbau täglich die Strecke entlang fahren und dadurch für Erschütterungen und zudem eine hohe Lärmbelästigung für die Anwohner sorgen.
Dass auch Kliniken betroffen wären, wurde während des Schnatgangs deutlich. Bei einem Zwischenstopp an der Maternus-Klinik wurden die Bürger und SPD-Vertreter vom dortigen Verwaltungsdirektor Martin Groll begrüßt.

Er stellte die Nachteile für Patienten und die Klinik heraus. »Eine richtige Erholung wäre bei ständigem Güterverkehr dort nicht mehr möglich. Bad Oeynhausen wäre als Tourismus- und Gesundheitsstandort gefährdet«, erklärte Stefan Schwartze.
Weitere Anlaufstellen des Schnatgangs waren die Bali-Therme sowie der Bahnübergang in Bad Oeynhausen. Endstation war die Bäckerei Seeger, wo es zum Abschluss eine Stärkung mit Kaffee und Butterkuchen gab.
Der SPD gelang es auch, ein weiteres Tagesziel zu erreichen und zahlreiche Unterschriften für die Petition gegen den Ausbau zu sammeln. »Wir müssen das Projekt voranbringen und dabei alle an einem Strang ziehen. Außerdem müssen wir als Region deutlich machen, dass der Ausbau-Plan nicht umsetzbar ist«, sagte Angela Lück, Mitglied des Landtags.

Bereits vor 14 Tagen war man nach Hameln gereist, um sich die Situation dort anzuschauen. Am Samstagmittag war die SPD mit einem Stand am WEZ an der Weserstraße in Bad Oeynhausen vertreten, um dort ebenfalls über die Thematik zu informieren und weitere Unterschriften für die Petition zu sammeln. »Je mehr Unterschriften wir haben, desto mehr Gewicht und Aufmerksamkeit bekommen wir mit unserem Anliegen«, fügte Stefan Schwartze ergänzend hinzu.

»Die Südtrasse hat so hohe Lärmschutzauflagen, dass die Kosten dafür in keinem Verhältnis stehen würden«, hatte Enak Ferlemann (CDU), Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, gegenüber dieser Zeitung jüngst erklärt (WESTFALEN-BLATT vom 24. August). Er sagte weiter: »Damit besteht kaum eine Aussicht, dass diese Maßnahme jemals realisiert wird.« Aufgrund der hohen Kosten sei die eigentlich favorisierte Nordstrecke aus dem Blickwinkel gerückt. »Die Gutachter mussten dann Alternativen prüfen und sind auf die Südtrasse gestoßen. Dabei wurde aber nur eine grobe Pauschale für die Lärmschutzauflagen berücksichtigt«, erklärte Enak Ferlemann in diesem Zusammenhang. Dass diese aber deutlich höher ausfallen werde, sei bei der Strecke, insbesondere durch das Bad Oeynhausener Klinik- und Kurgebiet, klar.

WB-Artikel vom 05.09.2011

Mehr zum Thema:
Aktionsbündnis "Südbahn-Löhner Bahn"

 

News der Bundes-SPD

21.09.2026 13:36
Stark gegen rechts.
Wir verteidigen unsere Demokratie - mit Haltung, klaren Argumenten und unseren Werten: Freiheit. Gerechtigkeit. Solidarität. Du willst mehr als zuschauen?

Bildung beginnt in der Kita. Gute Kitas stärken Kinder und geben Familien mehr finanziellen Spielraum. So entstehen faire Chancen von Anfang an.

10.09.2026 09:38
Zusammen Zukunft schreiben..
Eine neue Zeit braucht eine neue SPD. Deshalb entwickelt die SPD ein neues Grundsatzprogramm und erneuert sich zugleich.

Weitere Meldungen

News der NRWSPD

NRWSPD
NRWSPD-Vorsitzende gratuliert SPD in Mecklenburg-Vorpommern zur beeindruckenden Aufholjagd Am 20. September 2026 haben die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin einen neuen Landtag gewählt. Nach den ersten Prognosen kommentiert die NRWSPD-Vorsitzende

Am Freitagabend, 18. September 2026, haben sich die Regierungsparteien in Berlin auf Entlastungen bei den Kraftstoffpreisen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro verständigt. Zugleich macht die Regierungskoalition den Weg für

Die Ergebnisse der jüngsten PISA-Studie sind erneut schockierend. Die Leistungen der 15-Jährigen sind demnach auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung gefallen. Etwa jeder Dritte erreicht in Mathematik und Lesen

Weitere Meldungen

Mitglied werden!

Kreis-SPD & Jusos

AfA & AG60plus

Die SPD in den Netzwerken

Zu den Profilen und Seiten: