SPD Bad Oeynhausen

Gemeinsam für Bad Oeynhausen

Erstes Wahlversprechen wackelt

Veröffentlicht am 03.12.2009 in Arbeit und Wirtschaft

Olaf Scholz - Foto:© BMAS

Wirtschaftsminister Rainer Brüderle will den 160.000 Beschäftigten in der Abfallwirtschaft 8,02 Euro Mindestlohn verweigern. Die Branchenregelung war in der großen Koalition bereits beschlossen. Angela Merkel steuere auf den Bruch ihres Wahlversprechens zu, warnt Olaf Scholz.

Beim Koalitionsfrühstück am Dienstag kassierte Wirtschaftsminister Brüderle – gewissermaßen zwischen Kaffee und Brötchen – kurzerhand den Branchenmindestlohn von 8,02 Euro für die Beschäftigten der Abfallwirtschaft. Die Tarifpartner hatten noch in der letzten Legislatur beantragt, den von ihnen ausgehandelten Mindestlohn in der Branche für allgemeinverbindlich erklären zu lassen. Dem muss formell das Kabinett noch zustimmen.

Im Wahlkampf hatte Angela Merkel stets versprochen, dass die bereits auf den Weg gebrachten Regelungen nicht mehr in Frage gestellt werden. Gleichzeitig hatte sie der FDP im Koalitionsvertrag aber ein Veto-Recht bei dem Thema eingeräumt. Davon macht Brüderle jetzt Gebrauch – ohne öffentlichen Widerspruch der Kanzlerin.

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Olaf Scholz warnte daher Angela Merkel vor dem "Bruch eines Wahlversprechens", wenn die vereinbarten Regelungen nicht umgesetzt würden. Viele Menschen hätten sich auf die Zusage der Kanzlerin verlassen, dass es bei den vereinbarten Mindestlöhnen bleibt, betonte Scholz im Interview mit der Neuen Westfälischen (Mittwochsausgabe).

Weil auch die Gewerkschaft ver.di dem Versprechen der Kanzlerin offensichtlich nicht traut, demonstrierten am Dienstag bereits Beschäftigte der Berliner Stadtreinigung und der Berlin Recycling GmbH vor dem Kanzleramt. Ihre Forderung: "Macht den Hungerlöhnen ein Ende." Und sie machten klar: "Wir sind streikbereit – immer!"

 

News der Bundes-SPD

26.05.2026 09:14
Zusammen Zukunft schreiben..
Die SPD erarbeitet ein neues Grundsatzprogramm. Mach mit und gestalte mit uns die Zukunft.

Bei der Erbschaftssteuer geht es um Gerechtigkeit und um eine zentrale Frage: Hängen Chancen von Leistung ab oder von Herkunft?

11.05.2026 14:41
Stark gegen rechts.
Rechtsextremismus bedroht unsere Demokratie, Freiheit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wir stellen uns entschieden dagegen - für Vielfalt und eine starke Demokratie. Mach mit.

Weitere Meldungen

News der NRWSPD

NRWSPD
NRWSPD stellt Liste für Landtagswahl auf: Jochen Ott mit 96,2 Prozent gewählt Der Countdown zur Wahl hat offiziell begonnen: Am Samstag, den 13. Juni 2026 haben über 200 Delegierte im

Listenplatz Name Ergebnis 1 Jochen Ott 96,2% 2 Sarah Philipp 95,6% 3 André Stinka 96,0% 4 Lena Teschlade 96,6% 5 Gordan Dudas 96,6% 6 Ina Blumenthal 97,0% 7 Frank Müller

Vom Deutschen Fußballmuseum in Dortmund über ein Automuseum in Bielefeld bis hin zum historischen Klärwerk in Krefeld: Der Mitgliederdialog der NRWSPD mit dem Spitzenkandidaten Jochen Ott fand bewusst nicht in

Weitere Meldungen

Mitglied werden!

Kreis-SPD & Jusos

AfA & AG60plus

Die SPD in den Netzwerken

Zu den Profilen und Seiten: