SPD Bad Oeynhausen

Gemeinsam für Bad Oeynhausen

Erst zuhören, dann handeln

Veröffentlicht am 13.01.2011 in Presse

Bundestagsabgeordneter Stefan Schwartze (SPD) stellt sich den Fragen Jugendlicher

Bad Oeynhausen (WB). Ein offenes Ohr für die Anliegen junger Menschen hat der Bundestagsabgeordnete Stefan Schwartze (SPD) gestern bei zwei Diskussionsrunden gezeigt. Erst stellte er sich den Fragen der Abschlussstufe der Schule am Weserbogen. Dann folgte ein lebhafter Gedankenaustausch mit Oberstufenschülern der Gesamtschule.

»Dass Sie heute hier sind, bedeutet für uns eine große Wertschätzung - als Förderschule werden wir sonst oft vergessen.« Mit diesen Worten begrüßte Marion Gauert, Leiterin der Schule am Weserbogen, Stefan Schwartze in ihrer Bildungseinrichtung. Auf den Besuch des SPD-Bundestagsabgeordneten hatten sich die Jugendlichen der Abschlussstufe gemeinsam mit Politiklehrerin Helma Owczarski vorbereitet. Sie hatten einen umfangreichen Fragenkatalog erarbeitet, der ganz vielfältige Themengebiete abdeckte. So stellten die Schüler Stefan Schwartze sowohl Fragen zu seiner Person als auch zu seiner Arbeit als Bundestagsabgeordneter in Berlin.

Dabei nahmen die Jugendlichen kein Blatt vor den Mund. »Warum sind Sie eigentlich heute hier in der Schule am Weserbogen?«, wollte ein Schüler wissen. Nur im Gespräch mit den Menschen könne er von ihren Problemen erfahren, entgegnete Stefan Schwartze. Und erst, wenn er von den Problemen wisse, könne er auch etwas unternehmen, um sie zu beheben.

Das ließen sich die Jugendlichen nicht zweimal sagen. Ein Mädchen merkte an, dass die Bezahlung in den Werkstätten für Behinderte zu gering ausfalle, um davon seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Gleich mehrere Schüler und Lehrer machten Stefan Schwartze anschließend darauf aufmerksam, dass es für Behinderte zunehmend schwerer werde, auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Ausbildungsstelle zu bekommen. Angesichts der Wirtschaftskrise seien derartige Stellen oft zuerst gestrichen worden. »Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir die Belange von Menschen mit Behinderungen weiter zu einer Daueraufgabe machen«, versprach der Bundespolitiker abschließend.

Nach dem Besuch in der Schule am Weserbogen stand für Stefan Schwartze eine weitere Diskussionsrunde in der Gesamtschule auf dem Programm. Hier erwarteten etwa 100 Schüler der Jahrgänge 12 und 13 den Vlothoer. Ein Team von sechs Abiturienten des Leistungskurses Sozialwissenschaften hatte Fragen zu verschiedenen Themengebieten vorbereitet. Das Engagement der Bundeswehr in Afghanistan kam ebenso zur Sprache wie etwa die Bereiche Migration und Hartz IV.

Auch in der Gesamtschule zeigte sich Stefan Schwartze als guter Zuhörer und griff die vielfältigen Stichworte der Oberstufenschüler auf, um ihnen seine eigenen Position zu verschiedenen Themengebieten darzulegen. Dabei zeigte er keine Berührungsängste - etwa als ihm der Abiturient Artur Airich sein Konzept für besseren Jugendschutz im Internet vorstellte. Stefan Schwartze: »Dass Sie Eltern und Schüler gemeinsam im Umgang mit dem Internet schulen wollen, gefällt mir sehr. Schicken Sie mir Ihr Konzept. Ich würde sehr gerne prüfen lassen, was die zuständige Kommission dazu sagt.«

Mit derartigem Interesse hatte der verdutzte Schüler nicht gerechnet. Gerade aber durch seine unkomplizierte, gradlinige Art gelang es Stefan Schwartze, die Schüler zu begeistern. Der mehrfache Zwischenapplaus war durchaus ernst gemeint.

WB vom 13.01.2011

 

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