Foto: Jens Vogel/SPD Minden-LübbeckeSPD Stadtverband Bad Oeynhausen feiert 40-jähriges Gründungsjubiläum
Bad Oeynhausen. Mit einem geselligen Festabend im Pavillon der Volksbank feierte der SPD Stadtverband Bad Oeynhausen sein 40-jähriges Bestehen. Landrat Dr. Ralf Niermann und die Abgeordneten Inge Howe (Landtag) und Stefan Schwartze (Bundestag) überbrachten Grußworte. Den Höhepunkt des Abends bildete eine "Zeitreise durch vier Jahrzehnte Stadtverbandsgeschichte".
"Erinnerungen sind Fundamente der Wertvorstellungen, die auch die Sozialdemokraten in Bad Oeynhausen prägen", so der Stadtverbandsvorsitzende Dr. Olaf Winkelmann in seiner Begrüßung. "Vieles hat sich seit dem Gründungsjahr 1972 verändert und entwickelt." Als Beispiel nannte er die zunehmende Komplexität kommunalpolitischer Sachverhalte und Entscheidungen die die ehrenamtliche Ratsarbeit komplizierter machen. "Der Tag müsste mehr Stunden haben, um sich in Themen umfassend einzuarbeiten." Dr. Olaf Winkelmann appellierte, den Blick nach vorn, auf eine Neuverteilung behördlicher Aufgaben, zu richten.
Vor bereits 135 Jahren wurde der SPD Ortsverein "im roten Rehme"gegründet, so Bundestagsabgeordneter Stefan Schwartze. 1972 folgte der Stadtverband, dem neun Ortsvereine angehören. "Mehrere der Ortsvereine bestehen seit über 100 Jahren, das macht die Bedeutung der SPD in Bad Oeynhausen deutlich", stellte er heraus.
In der "Zeitreise durch vier Jahrzehnte Stadtverbandsgeschichte" erinnerten sich die ehemaligen Stadtverbandsvorsitzenden Heinz Böcke, Manfred Kreylos, Toni Fritz und Wilhelm Spilker im Gespräch mit Dirk Windmöller, Redaktionsleiter der NW Löhne, an besondere Ereignisse ihrer Amtszeiten.
Immer wieder wurde die Nordumgehung genannt. "Der Moloch der vierspurigen Mindener Straße ist die schlechteste Werbung die man sich vorstellen kann," sagte Wilhelm Spilker. "Denn viele Menschen kennen Bad Oeynhausen nur als den Ort, wo immer Stau ist." Anfangs war der ehemalige Stadtverbandsvorsitzende selbst gegen die Nordumgehung, später änderte er seine Meinung.
Auch der Ehrenvorsitzende Heinz Böcke stimmte für den Bau: "Rational ist es eine Sache, emotional eine andere."
"Ein Zuckerschlecken war es nicht", sagte Toni Fritz über ihren Amtsantritt als erste Bürgermeisterin in Ostwestfalen. "Doch Mundhalten war nicht mein Ding." Nachdem es im Rat anfangs hieß: ’Meine Herren, Frau Fritz’, kamen bald auch andere Politikerinnen hinzu. "Frauen müssen für ihre Politik werben", machte sich die seit 1968 in der SPD aktive Toni Fritz stark.
In der Abschlussdiskussion waren sich die Teilnehmer einig, dass die Nachwuchsarbeit der SPD gefördert werden muss. Toni Fritz möchte die neun Ortsvereine erhalten, denn "sie bringen Leben in die Stadt". "Schön, dass wir in Bad Oeynhausen wohnen, können wir nur gemeinsam sagen", brachte es Manfred Kreylos auf den Punkt.
Quelle: NW vom 29.10.2012
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