SPD Bad Oeynhausen

Gemeinsam für Bad Oeynhausen

Ein Ende der Warteschleife

Veröffentlicht am 31.03.2010 in Presse

Berufskolleg bietet Chance für Altbewerber - SPD-Delegation vor Ort

Bad Oeynhausen (WB). Wenn es um die Chancen benachteiligter Jugendlicher auf dem Ausbildungsmarkt geht, wird Madlen Allouch vom Innovationszentrum Fennel (IZF) deutlich: »Bei den Geldtöpfen fehlt die Flexibilität«. Denn das Ausbildungsprogramm für Altbewerber dort hat Probleme mit der Finanzierung.

»Es ist ein zu starres Gebilde«, erklärte Madlen Allouch, zuständig für das Bildungsmanagement im Innovationszentrum Fennel. Und das bekommt auch das Berufskolleg OWL in dem Zentrum zu spüren.
Es bietet seit Februar 2007 ein Programm für Altbewerber an. »Wir holen sie aus der Warteschleife«, sagte Madlen Allouch. Eine SPD-Delegation, der der Bundestagesabgeordnete Stefan Schwartze, SPD-Landtagskandidat Ernst-Wilhelm Rahe und Dr. Olaf Winkelmann, Fraktionschef der SPD Bad Oeynhausen, angehörten, besuchte das Berufskolleg.

88 Prozent des Geldes dafür stellt das Land NRW über das Ersatzschul-Finanzierungsgesetz zur Verfügung. »Die zwölf übrigen Prozent müssen wir aus eigenen Mitteln und Spenden aufbringen«, erklärte Lothar Terno, Geschäftsführer des Berufskollegs OWL. »Hier treten erhebliche Schwierigkeiten auf.« Aus diesem Grund forderten Lothar Terno und Madlen Allouch die Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker auf, etwas zu unternehmen.

Stefan Schwartze erkannte die Probleme in dieser Situation an. Auch aus Sicht der Betriebe sei rasche Hilfe nötig: »Der Fachkräftemangel ist bereits zu spüren.« Als Möglichkeit nannte der Bundestagsabgeordnete, der selbst die Ausbildung des Industrie-Mechanikers absolviert hat, die Ausbildungsperspektive. »Das wäre ein Topf, aus dem es eventuell Gelder geben könnte. Aber das müsste man nachprüfen.«

Der Landtagskandidat Ernst-Wilhelm Rahe nannte eine andere Alternative: »In diesem Fall könnte man die Jugendberufshilfe bemühen.« Auch er bemängelte die fehlende Flexibilität. »Oft wird das benötigte Geld ausgegeben, nur um festzustellen, wer nicht zuständig ist.«

Wolfgang Degner vom Vorstand der Fennel-Stiftung erklärte die Situation: »Da müssen wir schauen, welches spezielle Programm in Frage kommt.« Lothar Terno bedankte sich abschließend für den Besuch: »In Sachen Finanzierung werden wir aber nochmal auf sie zukommen.«

Artikel vom 31.03.2010

 

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