Vor der Plenardebatte im Europäischen Parlament zum so genannten "Thomsen-Bericht" über den "Fahrplan für erneuerbare Energien in Europa" betont die Energieexpertin und Vize-Präsidentin des Europäischen Parlamentes MECHTILD ROTHE: "Eine deutliche Mehrheit der Abgeordneten hat sich im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie für eine klare und ambitionierte Rahmenrichtlinie für erneuerbare Energien ausgesprochen. Nun sollte das gesamte Europäische Parlament deutlich machen, dass es sich für eine wirklich nachhaltige Energiepolitik für das 21. Jahrhundert einsetzt!"
Die Energieexpertin ROTHE weiter: "Unser Ausschuss hat klar gefordert, dass die neue Rahmenrichtlinie nicht nur die erfolgreichen Richtlinien zu Elektrizität aus erneuerbaren Energien und zu Biokraftstoffen beibehalten und verbessern muss, sondern auch, dass es eine ambitionierte Rechtssetzung für Heizen und Kühlen aus erneuerbaren Energien geben muss - das Europäische Parlament sollte nun mit einer breiten Mehrheit Position für erneuerbaren Energien beziehen und ein deutliches Signal an die Kommission senden!"
Allerdings warnt die SPD-Europaabgeordnete vor dem Versuch der konservativen Fraktion vor der für Mittwoch geplanten Abstimmung über den "Thomsen-Bericht" Atomenergie als Emissionsarme Technologie zur Bekämpfung des Klimawandels zu verkaufen. "Atomenergie auf eine Stufe mit erneuerbaren Energien zu stellen, ist angesichts der Risiken und der ungelösten Endlagerfrage eine Mogelpackung - den Gefahren des Klimawandels kann man definitiv nicht mit dem Risiko eines nuklearen Unfalls begegnen!" Deswegen fordert die Sozialdemokratin eine klare Vorrangstellung erneuerbarer Energien, so wie es der Europäische Rat im März dieses Jahres beschlossen hatte.
"Erneuerbare Energien dienen nicht nur der Eindämmung des Klimawandels, sondern sorgen insbesondere auch für Europas Energieversorgungssicherheit und einen Wirtschaftsboom durch den bereits mehr als 350.000 Arbeitsplätze in der EU geschaffen wurden", so die Energieexpertin ROTHE abschließend.