SPD-Fraktion vor Ort - Foto: NiemeyerSPD-Politiker kritisieren beantragte Siek-Aufschüttung
Bad Oeynhausen-Volmerdingsen (fn). Ein Siek ist eine Niederung. In Volmerdingsen könnte solch eine Niederung am Spielenbusch bald mit Boden von der A 30-Baustelle bis an die Böschung aufgefüllt werden. Die SPD-Fraktion sieht dies kritisch.
Vor Ort ließen sich die Politiker die Pläne des Unternehmens Müller, Veltheim, von Landschaftsarchitekt Ulrich Kortemeier erklären. Auf 70 000 Quadratmeter Ackerfläche sollen 190 000 Kubikmeter Boden unter die Oberschicht gebracht werden. Zwischen drei und acht Meter wird die Oberfläche angehoben. »Böschungen sollen das Absacken verhindern«, erläuterte Kortemeier. Ein Bodengutachten soll diese klären.
Friedhelm Schäfer befürchtet, dass der Siek zerstört wird. »Das ist Landschaftsschutzgebiet. Die Bodendeponie wäre ein großer Frevel.« Auch würden die Volmerdingsener durch Lärm und Abgase von 300 Lkw täglich belästigt. »Will man diese Bodendeponie nicht, müsste die Erde zehn Kilometer nach Veltheim oder Schnathorst gefahren werden«, rechnete Ulrich Kortemeier etwa 400 000 zusätzliche Lkw-Kilometer zusammen.
Michael Geissler vom Kreisumweltamt sagte, dass der Landschaftsbeirat Bedenken geäußert habe. Eine Entscheidung sei im Juni zu erwarten. Stimmen Beirat und Untere Landschaftsbehörde dem Projekt zu, erteilt der Kreis die Genehmigung. Bei Uneinigkeit dieser Gremien könnte die Politik über den Kreistag mitreden. Die Stadt lehnt die Deponie ab (WB vom 21. April).
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Foto: Die SPD-Fraktion informiert sich über die Bodendeponie: (von links) Olaf Winkelmann, Karl Hermann Hottel, Erich Tschamann, Planer Ulrich Kortemeier, Ulrich Geissler vom Kreis und Ulrich Kaase.
Quelle: WB vom 24.04.2009