Bad Oeynhausen: Wo bleibt eigentlich der Müll aus den Gelben Säcken? Die Antwort erhielten Vertreter von SPD, GRÜNEN, FDP und UW während eines Besuchs der in Porta Westfalica ansässigen Firma Tönsmeier. Dort steht eine der modernsten Sortieranlagen für Wertstoffe des Dualen Systems. In der Anlage laufen über 24 Stunden am Tag ununterbrochen Fließbänder mit einer Gesamtlänge von über 1 Kilometer.
Für die Stadt Bad Oeynhausen ist das Portaner Unternehmen verantwortlicher Partner für die Sammlung und Entsorgung von Rest- und Biomüll sowie für die Bereitstellung der Müllbehälter. Auch die Gelben Säcke in der Kurstadt werden vom Unternehmen abgeholt und in der Sortieranlage nach Wertstoffen getrennt.
Grund genug für die Ratskoalition, sich vor Ort über Zuständigkeiten und Möglichkeiten der zukünftigen Gestaltung der Abfallwirtschaft zu informieren. Dabei stehen verschiedene Optionen zur Verfügung: Die Kommunalisierung der Müllabfuhr durch die bestehenden Stadtwerke, die Vergabe an ein Privatunternehmen, die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft oder die Weiterführung durch das bisherige Unternehmen.
„Entscheidend sind die konkreten Interessen der Bürger“, so die Fraktionsvorsitzenden von SPD, GRÜNEN, FDP und UW.
„Umfassender Service, geringes Risiko und niedrige Gebühren sind die Kriterien, an denen wir uns orientieren werden.“ Bei einem Abfallgebührenvergleich aus dem Jahr 2009 hat der Bund der Steuerzahler festgehalten, dass Bad Oeynhausen in der separaten 14-täglichen Restmüllabfuhr die preisgünstigste Stadt ist. Nach dem Willen der Kommunalpolitiker soll auch in den nächsten Jahren durch eine hohe Effizienz in der Aufgabenerledigung die Gebühren möglichst niedrig gehalten werden.
Abfalltrennung im Haushalt ist heute nicht mehr wegzudenken. „Hierdurch kann jeder Bürger einen aktiven Beitrag leisten, um Stoffe wieder zu verwerten, Ressourcen zu schonen und letztendlich Abfallgebühren möglichst niedrig zu halten“, erklärten die Kommunalpolitiker. Die Stadtwerke Bad Oeynhausen bieten deshalb ab Juli 2010 einen neuen Service an: Auf dem zukünftigen Recyclinghof in Rehme als zentrale Annahmestelle können dann von Bürgern und Unternehmen ganztägig Restmüll, Sperrmüll, Grünabfälle, Holz, Metall und Altpapier abgegeben werden.
Bildunterschrift:
Machen sich Gedanken über die zukünftige Abfallentsorgung in Bad Oeynhausen: die Fraktionsvertreter von SPD, GRÜNE, FDP und UW im Gespräch im Gespräch mit Volker Lacour (links) und Lars Helmer (3. von links) von der Geschäftsführung der Tönsmeier Entsorgung OWL GmbH. Im Hintergrund zu sehen: historische Fahrzeuge zur Müllentsorgung.