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“Das „Bildungspäckchen“ der Regierung ist unausgereift und reicht nicht aus, um die Chancen auf Bildung und Teilhabe von Kindern zu verbessern.
Mit ihrem viel zu kleinen Bildungspaket habe Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Chance vertan, die Lebenssituation der Kinder von Langzeitarbeitslosen spürbar zu verbessern, kritisierte die stellvertretende Bundesvorsitzende Manuela Schwesig am Mittwoch in einer Aktuellen Stunde im Bundestag. „Wir brauchen ein echtes Bildungspaket, kein Päckchen“, sagte die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern. „Wir können uns Kinder in Armut nicht erlauben.“ Die Regelsatz-Berechnungen der Regierung seien dabei ein „Schlag ins Gesicht der Betroffenen“.
Schwesig vermisst konkrete Pläne für eine bessere Infrastruktur, wie Angebote von Familienhebammen oder Eltern-Kind-Zentren. Sie forderte die Bundesregierung zur Zusammenarbeit auf, um endlich allen Kindern die gleichen Chancen auf Teilhabe und Bildung zu eröffnen – unabhängig davon, wie wohlhabend ihre Eltern sind.
Konzept für das Bildungspaket ist nicht ausgereift
Entgegen der Pläne bisherigen Ankündigungen vernachlässigen die Pläne der Bundesregierung nämlich die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche. „Wenn für einen 15-Jährigen im Monat 29 Cent für Bildung vorgesehen sind, dann frage ich, wie passt das mit Chancengleichheit für Kinder zusammen?“, kritisierte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck gegenüber dem ARD-Morgenmagazin. Und auch die Gutscheine, mit denen die Regierung das Bildungsbudget aufstocjen will, stoßen auf Kritik. Der Deutsche Bundesjugendring bemängelt, dass die Gutscheine die Selbstbestimmung der Jugendlichen über ihre Freizeitgestaltung stark einschränken könnten und einer Ausgrenzung aus der Gesellschaft anderer Jugendlicher nicht entgegenwirkten.










