
Björn Böhning, Sprecher des Gesprächkreises Netzpolitik des SPD-Parteivorstands, zum Thema "Netzneutralität"
In den letzten Wochen und Monaten wird die Debatte über die Netzneutralität immer schärfer geführt. Verschiedene Unternehmen wollen die bisherige Funktionsweise des Internets abschaffen und neue Einnahmequellen erschließen. Wir haben darum gemeinsam mit anderen Netzaktivisten aus Parteien und der Zivilgesellschaft eine „Initiative Pro Netzneutralität“ gestartet, die eine gesetzliche Absicherung der Netzneutralität zum Ziel hat.
Das Internet basiert bisher auf der Netzneutralität. Dieses Prinzip beschreibt, dass jedes Datenpaket, welches vom Sender über die Leitungen der Internetprovider zum Empfänger geleitet wird, gleichberechtigt ist. Dabei ist es egal, ob nun eine E-Mail oder ein YouTube-Video transportiert wird.
Moderne Netzwerktechnik macht es möglich, jedes einzelne Datenpaket zu priorisieren. Einige Internetprovider haben in letzter Zeit Interesse daran bekundet, Geschäftsmodelle zu etablieren, bei denen Endkunden oder die Diensteanbieter im Netz für schnelle Zugänge zahlen müssen, um damit den Netzwerkausbau zu finanzieren.










