
Foto: SPD Dehme
Dehmer Bürger besichtigen Tunnel-Baustelle
Bad Oeynhausen-Dehme(WB). Der SPD-Ortsverein Dehme hat Dehmer Bürger zu einer Baustellenbesichtigung am Hahnenkamptunnel eingeladen. Wilhelm Willenberg, aktueller Projektleiter Bau vom Landesbetrieb Straßen NRW, und sein Mitarbeiter Thilo Quest begrüßten am Mittwoch eine stattliche Zahl von interessierten Anwohnern und Gästen. Willenberg erläuterte den Verlauf der Baumaßnahmen der Nordumgehung und den derzeitigen Stand der Arbeiten.
Auf Dehmer und Eidinghausener Gebiet ist der Bau schon so weit vorangeschritten, dass an eine vorzeitige Freigabe eines Teilstücks gedacht werden könnte. Sogar die Ampelmasten für die Auffahrten stehen bereits. Allerdings bereitet die fehlende Fuß- und Radfahrerbrücke am Alten Postweg Sorge. Der Konkurs einer Stahlbaufirma verzögert den Bau der Brücke, so dass in diesem Bereich der Fußgänger- und Radfahrerverkehr ein noch ungelöstes Problem darstellt. Deshalb könne mit einer Freigabe dieses Autobahnabschnittes erst im ersten Halbjahr 2014 gerechnet werden.
Der Bau des Hahnenkamptunnels schreitet nach Auskunft des Projektleiters planmäßig voran. Der Tunnel mit zwei Röhren wird eine Länge von 450 Metern haben, dazu kommen am Nord- und Südausgang offene Tröge, die das Grundwasser von der Fahrbahn abhalten werden. Der Tunnel selbst wird von einer 1,50 Meter dicken Erdschicht bedeckt werden, so dass an der Oberfläche nur noch in der Tunnelmitte ein Betriebsgebäude zu sehen sein wird.
Der Vortrag von Wilhelm Willenberg wurde immer wieder von Fragen, Bemerkungen und Anregungen sachkundiger Teilnehmer unterbrochen, die seit mehr als 40 Jahren die Planung und Diskussionen um die Nordumgehung verfolgen. Mit besonderer Kritik bedachten die Dehmer Bürger die wiederholten Forderungen der Industrie- und Handelskammer nach Fortführung der B 61 neu durch die Weserauen. Wilhelm Nolting und Horst Brönstrup vom Vereinsring wiesen darauf hin, dass der Schwerlastverkehr durch den Ort abgelehnt werde. Eine geeignete Verkehrslenkung über die Autobahn A 2 und die B 482 durch die Porta Westfalica sollte durch eine entsprechende Beschilderung auf der Nordumgehung erfolgen.
Im Anschluss an den Vortrag ging es auf die Baustelle. Die Teilnehmer waren beeindruckt von der Mächtigkeit der Baumaßnahme, die sie sowohl vom Rand der Baugrube, als auch vom Tunnelboden her begutachten konnten.
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WB vom 16.11.2013










