SPD Bad Oeynhausen

Gemeinsam für Bad Oeynhausen

Stadt greift nach Britenhäusern

Veröffentlicht am 14.12.2013 in Ratsfraktion

Verwaltung hat erste Gespräche mit Bundesanstalt geführt / Es geht um 33 Wohnhäuser

Bad Oeynhausen. Bis Ende 2015 wollen die britischen Streitkräfte ihren Standort Herford räumen. Das hat auch Auswirkungen auf Bad Oeynhausen. Hier werden spätestens dann 33 Wohnhäuser und eine Kommandanten-Villa (siehe Infokasten) leer stehen. Interesse an den Wohnhäusern hat die Stadt angemeldet. Inzwischen gab es sogar schon ein erstes Gespräch. 

Wenn die Briten ihre "Englische Siedlung" an Portastraße und Gneisenaustraße in Bad Oeynhausen nicht mehr brauchen, werden die Häuser an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben" (BImA) übertragen. Im November gab es nun ein erstes Gespräch zwischen zwei Vertretern der BImA, dem Geschäftsführer der Städtischen Gemeinnützigen Heimstätte SGH und Arnold Reeker, dem Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung und Bauen bei der Stadtverwaltung. 

Ergebnis: Sobald die Siedlung frei ist, wird die BImA die Stadt anschreiben, um ihr ein Erstzugriffsrecht auf die Häuser einzuräumen. Voraussetzung ist, dass die Stadt die Häuser kaufen will, um damit eine öffentliche Aufgabe zu erfüllen. Das will Bad Oeynhausen. "Wünschenswert wäre hier ein zentrumsnahes Wohnen für Familien mit Kindern, vielleicht sogar mit generationsübergreifenden Modellcharakter, also auch mit Angeboten für Senioren", sagt  Olaf  Winkelmann, der als Fraktionsvorsitzender der SPD im Juli diese Option für Bad Oeynhausen angeregt hatte. "Unserer Stadt bietet sich hier eine Riesenchance zur städtebaulichen Entwicklung, wenn sie richtig zupackt", so  Winkelmann.

Die Stadt könnte die Häuser dann zum Verkehrswert kaufen, der zuvor von einem Gutachter ermittelt wird. Dabei müsse natürlich geprüft werden, ob solch ein Kauf für die Stadt wirtschaftlich ist, wobei auch notwendige Sanierungsmaßnahmen wie Schallschutz und Wärmedämmung zu berücksichtigen sein werden. 

Die 33 Wohn- und Reihenhäuser, die zwischen Gneisenau- und Portastraße stehen, wurden 1955 bis 1957 gebaut. Die gesamte Wohnfläche summiert sich auf 3.150 Quadratmeter, die Grundstücksfläche auf rund 14.000 Quadratmeter. 

"Die BImA rechnet kurzfristig - eventuell noch 2013 - mit der Freigabe der Siedlung durch die Briten", berichtete Reeker jetzt dem Stadtrat. Doch diese Geschwindigkeit sieht Mike Whitehurst, Pressesprecher der britischen Streitkräfte, nicht. "Es gibt keinen Plan, die Häuser in Bad Oeynhausen noch in diesem Jahr aufzugeben", sagte Whitehurst der NW. Noch seien die Häuser zu 60 bis 70 Prozent belegt. Im Januar beginne der Überprüfungsprozess, in dessen Verlauf die britischen Streitkräfte festlegen wollen, wann sie welche Immobilie aufgeben. 

© 2013 Neue Westfälische
12 - Bad Oeynhausen, Samstag 14. Dezember 2013
 

 

 

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