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Mehrgenerationenhäuser: Die vernachlässigten Stiefkinder der Ministerin

Veröffentlicht am 21.01.2011 in Bundespolitik

Anlässlich der gestrigen Debatte im Deutschen Bundestag zu dem SPD-Antrag "Mehrgenerationenhäuser erhalten und weiterentwickeln - Prävention stärken" erklärt die zuständige Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion Petra Crone:

Wieder einmal zeigt sich, dass die Regierung und insbesondere Bundesfamilienministerin Schröder kein Interesse für die Rettung der 500 Mehrgenerationenhäuser hat. Ein Anschlusskonzept liegt noch nicht vor, die ersten Ankündigungen sind allerdings erschreckend. Kürzung der Mittel, kürzere Laufzeit, weniger Häuser, aber ein deutliches Plus an Koordinierungsarbeit - das sind die Korsettstäbe, die den Mehrgenerationenhäusern umgelegt werden. Sich darin frei, kreativ und der Umgebung entsprechend zu entfalten, dürfte äußerst schwierig werden.

Die SPD-Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung auf, in Kürze ein umfassendes Anschluss(finanzierungs)konzept - erarbeitet und abgestimmt mit Ländern und Kommunen - vorzulegen. Denn schon in diesem Jahr laufen die ersten Zuschüsse aus. Offensichtlich interessiert die Bundesregierung nicht, dass einige Häuser nicht wissen, wie sie eine Überbrückungsfinanzierung sichern sollen. Zumal nicht garantiert ist, dass sie erneut für eine Förderung ausgewählt werden.

Die SPD-Bundestagsfraktion schlägt in ihrem Antrag vor, einen neuen Schwerpunkt Prävention und Gesundheitsförderung mit den bisherigen Ausrichtungen der Mehrgenerationenhäuser zu verknüpfen. Präventive Maßnahmen unterstützen Menschen über die gesamte Lebensspanne hinweg und können Familien, Kindern und Jugendlichen sowie älteren Menschen helfen, ein gesundes und selbstbestimmtes Leben zu führen. Alle selbst gewählten und an der Umgebung ausgerichteten Mehrgenerationenhäuser können mit geringem Aufwand ihr Programm erweitern und sich so weiterentwickeln.

 

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