SPD Bad Oeynhausen

Gemeinsam für Bad Oeynhausen

Kritik an fehlender Chancengleichheit

Veröffentlicht am 03.11.2008 in Stadtverband

Bildungspolitischer Diskussionsabend in Bad Oeynhausen

Bad Oeynhausen: Keine parteiideologischen Debatten, sondern die Bedürfnisse der Kinder sollen im Vordergrund stehen. Das wurde anlässlich eiens Diskussionsabends zum Thema „Schul und Bildungspolitik in NRW – Anspruch und Wirklichkeit“ im Werster Sielhof deutlich.

Eingeladen hatten der SPD-Stadtverband und die heimische SPD-Landtagsabgeordnete Inge Howe. Als Gast stand die Abgeordnete und Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft für Bildung Marlies Stotz Rede und Antwort.

Fehlende Chancengleichheit und ein zu starres Schulgesetz, dass auf die Herausforderungen sinkender Schülerzahlen keine vernünftige Antwort gibt, kritisierte Stotz, die zugleich Mitglied im Ausschuss für Schule und Weiterbildung des Landtags NRW ist, am vorhandenen Schulsystem.

„In keinem vergleichbaren Industriestaat ist der Bildungserfolg so stark abhängig von der sozialen Herkunft wie in Deutschland“, so Stotz. Ein Kind aus einer Facharbeiterfamilie hätte im Vergleich zu dem Kind eines Akademikerpaares nur „ein Viertel der Chancen, aufs Gymnasium zu kommen“.

Dies habe auch Auswirkungen auf die Wirtschaftskraft des Landes. „Der Facharbeitermangel hier in OWL ist genauso ein Problem für unsere Unternehmen wie für unsere Schulabgänger“.

Die SPD fordert eine beitrags- und gebührenfreie Bildung, den Ausbau von Ganztagsschulen, Verbesserungen im Vorschulbereich sowie ein längeres gemeinsames Lernen. „Schule vor Ort ist auch Standortförderung“, unterstreicht Landespolitikerin Inge Howe. Denn zum Erreichen von Abschlüssen hätten alle, also Schüler, Eltern, Auszubildende und Unternehmen ein großes Interesse.

Die Diskussion über die nötigen Strukturen müsse in den Kommunen erfolgen. „Die kennen ihre Probleme am besten“, erklärte Stotz und wies darauf hin, „dass zu starre Vorgaben durch den Landesgesetzgeber nötige Entwicklungen vor Ort verhindern“.

„Überzeugungsarbeit auch jenseits von Politik und parteiübergreifende Diskussionen“ seien notwendig, um auch zukünftig „alle Schulformen und für jedes Kind den höchstmöglichen Schulabschluss anbieten zu können“, fassten Landtagsabgeordnete Inge Howe und Stadtverbandsvorsitzender Olaf Winkelmann den Diskussionsabend zusammenfassen.

Bildunterschrift:

Möchten Schulen auch als Standortfaktor begriffen wissen: die SPD-Landtagsabgeordneten Marlies Stotz und Inge Howe (vordere Reihe), Stadtverbandsvorsitzender Dr. Olaf Winkelmann, SPD-Bundestagskandidat Stefan Schwartze und Bürgermeister Klaus Mueller-Zahlmann (hintere Reihe).

 

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