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Kinder vor Missbrauch im Internet schützen

Veröffentlicht am 19.09.2008 in Europa

Der Kindesmissbrauch im Internet ist im vergangenen Jahr um 16 Prozent gestiegen. Daher hat der Innen- und Justizausschuss des Europäischen Parlaments nun die Einrichtung eines EU-Programms zur Verbesserung der Sicherheit von Kindern im Internet beschlossen.

Das Programm soll nicht nur helfen, illegale Inhalte im Internet zu bekämpfen, sondern vor allem Kinder in Chaträumen und Online-Foren vor Kontaktaufnahmen durch Erwachsene schützen. „Mit Blick auf den gestiegenen Missbrauch von Kindern im Internet, musste etwa passieren. Es ist daher gut, dass die Europäische Union nun auf breiter Front handelt“, meint die SPD-Europaabgeordnete Mechtild ROTHE. Starten soll das EU-Programm ab dem 1. Januar 2009. Über 50 Millionen Euro werden für die nächsten fünf Jahre zur Verfügung stehen.

Des Weiteren soll auch die Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Behörden der einzelnen Mitgliedsstaaten und die Einrichtung von Datenbanken gefördert werden. Zudem muss das geänderte Konsumverhalten der Jugendlichen bedacht werden, denn laut einer Untersuchung des Eurobarometers nutzen dreiviertel der Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren das Internet am Tag mindestens drei Stunden lang. „Der Kindesmissbrauch lässt sich nur durch eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit bekämpfen. Trotzdem sind auch die Eltern gefragt. Sie müssen verstärkt darauf achten, auf welchen Seiten ihre Kinder surfen“, fordert ROTHE.

 

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