SPD Bad Oeynhausen

Gemeinsam für Bad Oeynhausen

Fünf Parteien für einen Kandidaten

Veröffentlicht am 24.01.2015 in Stadtverband

SPD, Grüne, BBO, Linke und UW wollen, dass Achim Wilmsmeier Bürgermeister wird

Von Jörg Stuke

Bad Oeynhausen. Das Willkommensgeschenk lässt auf schwere Zeiten schließen: Schnödes Salz, trocken Brot und einen Haushaltsplan der Stadt bekam Achim Wilmsmeier von den Vertretern der fünf Parteien überreicht, die den Löhner zu ihrem Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Bad Oeynhausen erkoren haben. Am Freitag stellten SPD, Grüne, BBO, Linke und UW ihren Kandidaten offiziell vor. Unbeeindruckt vom kargen Geschenk strotzen Parteien und Kandidat vor Zuversicht.

Vor allem seine fachliche Qualifikation - Wilmsmeier ist Betriebswirt, hat einen Diplomabschluss im Studium Öffentliches Management und ist seit 2007 Kämmerer der Stadt Espelkamp - habe überzeugt, betonten die Vertreter der fünf Parteien. "Es hat in allen fünf Parteien nicht eine einzige Gegenstimme gegen Achim Wilmsmeier gegeben", betonte Olaf Winkelmann (SPD). 
Und räumte ein, dass das für die SPD durchaus nicht der Regelfall sei. Schließlich hatten die Sozialdemokraten schon einmal einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im September präsentiert. Doch der Essener Michael Roy war in der eigenen Partei auf so wenig Gegenliebe gestoßen, dass die SPD im Oktober plötzlich wieder ohne Bürgermeister-Kandidaten dastand. "Da sind BBO, Grüne, Linke und UW auf uns zugekommen mit der Frage, ob wir nicht einen gemeinsamen Kandidaten suchen sollten", berichtete Winkelmann. 

Der nun mit Achim Wilmsmeier gefunden ist. Die Finanzen ordnen, um die Stadt wieder handlungsfähig zu machen, das sei sein vordringlicher Handlungsansatz, wenn er denn zum Bürgermeister gewählt würde, sagte Wilmsmeier. "Ich bin zuversichtlich, dass Bad Oeynhausen 2016 einen ausgeglichenen Haushalt schaffen kann", sagte Wilmsmeier.

Vor allem aber hat sich der 45-Jährige vorgenommen, für größtmögliche Transparenz in der Verwaltungsarbeit zu sorgen. "Gerade hier müssen ja erhebliche Defizite ausgeräumt werden", sagte Reiner Barg (BBO). Volker Brand (Grüne) hofft, dass Wilmsmeier als neuer Bürgermeister "Impulse für eine neue politische Kultur in Bad Oeynhausen geben wird". 
Auch Olaf Winkelmann schoss einen Pfeil in Richtung Bürgermeister Klaus Mueller-Zahlmann ab: "Diese Stadt verdient einen Bürgermeister mit Zukunft, keinen mit Vergangenheit", sagt der SPD-Chef. 

Am 15. April wollen die fünf Parteien in einer gemeinsamen Konferenz ihren Kandidaten offiziell nominieren. "Das soll dann auch Startschuss für die Hauptwahlkampfphase sein. Wo Achim Wilmsmeier im Wahlkampf und im Falle seiner Wahl als Bürgermeister die Schwerpunkte legen will, verrät er im exklusiven NW-Interview.

Foto: Sechs Männer und ein Korb: Volker Brand (Grüne, v. l.), Reiner Barg (BBO), Olaf Winkelmann (SPD), Thomas Heilig (UW) und Andreas Korff (Linke) begrüßen ihren gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten Achim Wilmsmeier (SPD, 4. v. l.) mit einem eher kargen Geschenk. (Foto: Peter Steinert)

© 2015 Neue Westfälische
12 - Bad Oeynhausen, Samstag 24. Januar 2015

 

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