Karl Heinz Klinksiek wird posthum die Willy-Brandt-Gedenkmünze verliehen
Bad Oeynhausen-Rehme (mas). »Er war sehr zuverlässig und immer da, wenn man ihn gebraucht hat«, sagt die SPD-Landtagsabgeordnete Inge Howe über ihren Parteigenossen Karl Heinz Klinksiek. Ihm ist am Montagabend posthum der Ehrenbrief der Partei, die Willy-Brandt-Gedenkmünze und die Ehrenmitgliedschaft im SPD-Ortsverein Rehme verliehen worden.
Anfang Mai war Karl Heinz Klinksiek im Alter von 76 Jahren gestorben. Die Auszeichnungen für seine ehrenamtlichen Engagements und sein Lebenswerk sind ihm jetzt im Heimathaus in Rehme verliehen worden. Der Ort wurde ganz bewusst gewählt. Denn Klinksiek war ein Gründungsmitglied des Heimatvereins und hat viele Stunden in diese Gemeinschaft investiert. So war er mit seinen Fertigkeiten als gelernter Tischler zum Beispiel maßgeblich an der Errichtung des Heimathauses beteiligt.
Auch den Männergesangsverein Einigkeit Bad Oeynhausen hat Klinksiek mit geprägt und dort jahrelang als Vorsitzender agiert. Seine alten Sängerkollegen wollten sich die Ehrungen nicht entgehen lassen und sorgten mit zwei seiner Lieblingslieder für die musikalische Untermalung des Abends.
Neben diesen beiden ehrenamtlichen Posten machte Karl Heinz Klinksiek auch immer wieder durch sein soziales Engagement im SPD-Ortsverein auf sich aufmerksam und wurde von seinen Parteigenossen dafür sehr geschätzt. »Er hat keine halben Sachen gemacht und ist dabei immer fair und sachlich geblieben. Wenn man ihn gebraucht hat, war er da«, sagte Inge Howe, die stellvertretend den Ehrenbrief des Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel verlesen und ihn an Klinksieks Frau Renate überreichen durfte. Dazu gab es noch die Willy-Brandt-Gedenkmünze, eine der höchsten Auszeichnungen der Partei. Ursprünglich sollte die Ehrung von Ute Schäfer, der SPD-Regionalvorsitzenden, vorgenommen werden. Doch aufgrund der aktuellen politischen Situation in Nordrhein-Westfalen hatte sie bei wichtigen Gesprächen in Düsseldorf bleiben müssen. Auch der Bundestagsabgeordnete Stefan Schwartze hatte aufgrund einer Sitzung in Berlin absagen müssen.
Bürgermeister Klaus Mueller-Zahlmann ließ von seiner Stellvertreterin Gisela Kaase einige Grußworte überbringen: »Karl Heinz Klinksiek war ein stets engagierter Mitstreiter, auf den man sich immer verlassen konnte. Vor allem ließ er sich nicht verbiegen und stand zu seiner Meinung.« Vom SPD-Ortsverein Rehme gab es außerdem die Ehrenmitgliedschaft für Klinksiek, die vom Vorsitzenden Michael Körtner verlesen und übergeben wurde. Als Abschluss der Veranstaltung wurde vom Heimatverein ein Video gezeigt, auf dem die Errichtung des Heimathauses zu sehen war. Vor allem Karl Heinz Klinksiek war daran maßgeblich beteiligt.
Quelle: Westfalen-Blatt vom 16.06.2010