SPD Bad Oeynhausen

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„Ein guter Kompromiss für die finanzielle Entlastung der Hebammen“

Veröffentlicht am 06.05.2014 in Familie und Jugend

Liebe Leserin, lieber Leser,

Hebammen leisten eine unschätzbar wertvolle Arbeit. Sie begleiten Frauen in der Schwangerschaft und stehen Müttern und Paaren vor, während und nach der Geburt mit Rat und Tat zur Seite. Hebammen schaffen ein positives Umfeld für werdende Eltern.

Die Hebammen bangen nun um ihre Existenz in Deutschland. Sie beklagen seit langem steigende Prämien für ihre Haftpflichtversicherungen. Für kommenden Juli ist eine weitere Erhöhung der Prämien angekündigt worden und Mitte 2015 soll die bisherige Haftpflichtversicherung auslaufen, nachdem die “Nürnberger Versicherung” ihren Rückzug aus den letzten verbliebenen Versicherungskonsortien für die Hebammenhaftpflicht erklärt hatte.

Der Politik ist die dramatische Situation der Hebammen bekannt, deshalb wurde im vergangenen Jahr eine interministerielle Arbeitsgruppe eingerichtet, um schnelle und nachhaltige Lösungen zur Sicherstellung des Hebammenberufs zu erarbeiten.

Doch nun hat sich die Lage im Bereich der Haftpflichtversicherung bei den Hebammen nochmals zugespitzt.

Deshalb müssen auch unkonventionelle Lösungen mit geprüft werden, um eine unverzichtbare Berufsgruppe zu sichern. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat nun Vorschläge zur dauerhaften Sicherung der Berufsgruppe vorgelegt.

Ein Vorschlag sieht vor, dass die gesetzlichen Krankenkassen einen Sicherstellungszuschlag bezahlen, damit auch freie Hebammen mit nur wenigen Geburten die Kosten für die Versicherung leisten können. Denn das Problem ergibt sich dadurch, dass sich das Geld der Kassen nach der Anzahl der Geburten richtet.

Dieser Vorschlag ist ein guter Kompromiss um die angespannte Lage kurzfristig zu entspannen, aber es muss eine längerfristige Lösung gefunden werden, um den Beruf der Hebammen zu sichern.

Herzlichst, 
Ihre Inge Howe

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