
Bad Oeynhausen (nisi/juk). Vor zwei Jahren war hier noch ein tiefes Loch. Nun liegt ein großer Deckel auf knapp zwei Hektar Dehme: Der Nordumgehungstunnel am Hahnenkamp ist im Rohbau fertig. Und eröffnet unter der Erde Platz für Autos, über der Erde Raum für Phantasie. Was tun mit den rund 19.000 Quadratmetern Fläche über dem Tunnel? Dieter Langenbruch (SPD) war der erste, der sich diese Frage offen stellte. Und der der Meinung ist, dass die Fläche zu schade sei, um künftig bloß Rasen zu tragen. Deshalb wird sich der Ausschuss für Stadtentwicklung in seiner Sitzung am Donnerstag, 5. Februar, mit der künftigen Gestaltung des Tunneldachs und Langenbruchs Idee von einem Bürgerpark für Dehme befassen.
Schon im vergangenen Jahr hatte Dieter Langenbruch der NW von seinen Gedanken zur Gestaltung der Fläche berichtet. "Das ist doch als Wiese verschenkt", sagt Langenbruch. Seine Idee: Spielgeräte, ein Skaterplatz, Bänke, eine Boule-Bahn oder auch eine Freilauffläche für Hunde könnten auf dem Tunneldach Raum finden.
Und da Langenbruch mit seiner Idee schon die Bad Oeynhausener Parteigenossen überzeugen konnte, bringt die SPD am Donnerstag den Antrag im Ausschuss ein, dass sich der Bürgermeister mit Straßen NRW über die Gestaltungsmöglichkeiten abstimmen möge.
Straßen NRW, Bauherr der Nordumgehung und deshalb auch quasi Statthalter des Eigentümers des Tunneldachs (der ja dem Bund gehört), hatte auf Nachfrage der NW schon grundsätzliche Zustimmung zu einer Gestaltung und Nutzung der Fläche signalisiert. "Das ist ein durchaus interessanter und nachzuverfolgender Gedanke", erklärte Straßen-NRW-Pressesprecher Sven Johanning. Offen ist aber noch, welche konkreten Einrichtungen hier möglich wären. Um weitere Anregungen zu bekommen, möchte die SPD auf einen Ideen-Wettbewerb mit den Dehmer Anwohner setzen,
Die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung ist öffentlich und beginnt am Donnerstag, 5. Februar, im 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.
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12 - Bad Oeynhausen, Montag 02. Februar 2015










