"Wir Sozialdemokraten wollen Aufstieg und Gerechtigkeit für alle ermöglichen. Mit dem neuen Ausbildungsbonus haben wir einen wichtigen Schritt getan", sagte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil am Donnerstag zur Verabschiedung des Ausbildungsbonus.
Bis 2010 werden mit dem neuen Förderinstrument von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz in den Betrieben 100.000 zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen - und zwar für so genannte Altbewerber, also für Jugendliche, die sich seit längerer Zeit vergeblich um einen Ausbildungsplatz bemüht haben. Denn obwohl die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze endlich wieder steigt, gibt es immer noch mehr als 300.000 Jugendliche, die sich in Warteschleifen befinden oder auf ihre Bewerbungen immer wieder Absagen erhalten.
Der neue Ausbildungsbonus in Höhe von 4.000 bis 6.000 Euro gebe nun Betrieben den Anreiz, für diese Altbewerberinnen und Altbewerber einen zusätzlichen Ausbildungsplatz zur Verfügung zu stellen. "Mitnahmeeffekte werden vermieden. Denn nur Betriebe, die sich stärker als bisher für die Ausbildung engagieren, erhalten den Bonus", unterstrich der Generalsekretär.
Heil betonte, dass die SPD mit dem Ausbildungsbonus dem Ziel ein Stück näher komme, dass jeder Jugendliche die Chance auf eine gute Ausbildung haben muss. Mit Ausbildungsbonus und Berufseinstiegsbegleitung setze die SPD den Schwerpunkt auf eine vorsorgende Politik. "Denn eine gute Ausbildung ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit. Aufstieg durch Bildung und Ausbildung - dieses Kernversprechen der Sozialdemokratie lösen wir ein."
Nahles: Weg für zusätzliche Ausbildungsplätze frei
"Wir machen den Weg frei für neue und zusätzliche Ausbildungsplätze im Betrieb", begrüßte die stellvertretende SPD-Vorsitzende Andrea Nahles den Ausbildungsbonus. Gemeinsam mit dem Bundesarbeitsminister wolle man auch in Zukunft darauf achten, dass in Deutschland die "Kultur der zweiten Chance" auch gesetzlich verankert werde. "Jeder soll das Recht haben, einen Hauptschulabschluss nachzuholen. Nur so gilt: Aufstieg durch Bildung."
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