SPD Bad Oeynhausen

Gemeinsam für Bad Oeynhausen

Auf der Suche nach der Lösung fürs Sielwehr

Veröffentlicht am 28.08.2012 in Stadtverband

Foto: Jens Vogel/SPD Minden-Lübbecke

SPD Bad Oeynhausen und Löhne diskutiert und feiert

Bad Oeynhausen (fit). Die Standpunkte in Sachen Sielwehr sind kontrovers in den beiden Nachbarstädten Bad Oeynhausen und Löhne. Das sollte aber für die SPD kein Hinderungsgrund sein, gemeinsam ein Sommerfest just neben dem umstrittenen Wehr in Werste zu feiern. So konnten die beiden SPD-Stadtverbände bei ihrem gemeinsamen Treffen auch die SPD-Abgeordneten Stefan Schwartze aus Berlin und Inge Howe und Angela Lück aus Düsseldorf empfangen.

Die kamen zusammen mit den Löhner Genossen im Kanu zum Treffen und erfreuten sich an der schönen Umgebung: „Vom Wasser sieht alles viel schöner aus als von A 30“, schwärmt Howe. Trotzdem weiß sie, genau wie Schwartze, dass es bezüglich der Werrestauung einige Probleme gibt. „Wir wollen uns heute Möglichkeiten anhören“, sagt Schwartze.

„Wir wollen, dass der Fluss wieder fließt“, sagt Löhnes Bürgermeister Heinz-Dieter Held und fordert damit indirekt eine Totalabsenkung der Werrestaus in Werste. Für die Werster hat das Wehr aber große Bedeutung: „Es bieten sich Möglichkeiten zur Freizeit und Erholung, die ohne hohen Wasserstand undenkbar wären“, erklärt Eckhart Nolting, Mitarbeiter der Stadtverwaltung Bad Oeynhausens. „Fakt ist, dass keine der beiden Extremlösungen optimal ist“, erklärt er und deutet an, „wir haben eine ’Alles wird Gut Lösung’ gefunden, die alle Interessen berücksichtigt.“

Eine Teilabsenkung mit einer Art Trichter hinter dem Sielwehr soll alle Probleme mit einem Schlag lösen. „Der Rückstau nach Löhne würde abnehmen, so könnte der Fluss wieder naturnäher gestaltet werden, und gleichzeitig kann der Kanuverein weiterhin seine Runden auf der Werre drehen“, erklärt Nolting, der zusammen mit Arnold Reeker, Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung in Bad Oeynhausen, und Ralf Isemann, der von Löhner Seite für die Werregestaltung zuständig ist, einige Lösungsvarianten ausgearbeitet hat. „In dem Bereich hinter dem Stau könnte man mit moderner Technologie eine Wasserkraftanlage einbauen“, so Nolting, „davon könnten rund 700 Haushalte mit Strom versorgt werden.“

Über die Höhe, um die das Wehr abgesenkt würde, wollten Reeker und Nolting sich nicht äußern. „Wir stellen zunächst nur Möglichkeiten vor, genaueres wird später in den Räten diskutiert. Interessant ist aber, dass der Bau einer Wasserkraftanlage stark vom Land NRW gefördert würde“, sagt Nolting und verweist auf den Koalitionsvertrag der Landesregierung.

Auch wenn nach dem Lösungsvorschlag immer noch nicht alle SPD-Mitglieder einer Meinung sind, klingt der Abend in fröhlicher Runde aus. Gastgeber Dr. Olaf Winkelmann, Vorsitzender der SPD Bad Oeynhausen: „Denn heute geht es nicht nur um Politik, sondern auch ums gemütliche Beisammensein.“

© 2012 Neue Westfälische
12 - Bad Oeynhausen, Dienstag 28. August 2012

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