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AfB-NRW: Kampagne gegen Gesamtschulen muss beendet werden

Veröffentlicht am 29.08.2008 in Schule und Bildung

„Die erneute Kritik von Schulministerin Sommer an den Abiturleistungen in den Gesamtschulen heute in der Aktuellen Stunde des Landtages ist ein Schlag ins Gesicht aller Lehrerinnen und Lehrer“, so Marlies Stotz, Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft für Bildung in der SPD (AfB). „Diese Kritik ist vor allem eine ungeheuerliche Beleidigung der Gesamtschul-Abiturienten.“

Angesichts der zentralen Aufgabenstellung bei den Abiturprüfungen für Gesamtschulen und Gymnasien und einem minimalen Notenunterschied von 0,28 Prozentpunkten entbehren die andauernden Angriffe auf die Gesamtschulen nach Auffassung der AfB jeder sachlichen Grundlage: „Ministerin Sommer blendet bei ihren neuerlichen Attacken gegen die Gesamtschule die unterschiedlichen Startchancen der Schüler von Gymnasien und Gesamtschulen völlig aus.“

„Offenbar ist der Schulministerin jedes Mittel recht, von ihrem eigenen Versagen abzulenken. Wider besseres Wissen attestiert sie den Gesamtschul-Abiturienten ein „Abitur-Light“ und lässt dabei die große Integrationsleistung dieser Schulen bewusst außer Acht“, so Marlies Stotz weiter. „Das ist Ideologie pur.“

Jeder, der sich ernsthaft mit den Gesamtschulen auseinandersetzt, weiß, dass es gerade die Gesamtschulen sind, die Kinder mit schwierigen Startchancen zum Abitur führen. Viele dieser Kinder wären an den Gymnasien gar nicht erst aufgenommen bzw. längst abgeschult worden.

„Zum Glück lassen sich die Eltern von diesem andauernden Schlechtreden nicht irritieren, sie stimmen längst mit den Füßen ab“, so die AfB-Landesvorsitzende weiter. Mehr als 15.000 Schüler mussten auch in diesem Jahr mangels Kapazitäten an den Gesamtschulen abgewiesen werden.

„Wir fordern die Landesregierung deshalb auf, die Diffamierungskampagne gegen die Gesamtschule zu unterlassen. Stattdessen muss sie ihren Boykott gegen die zahlreichen Initiativen im Land für neue Gesamtschulen endlich aufgeben und damit dem Elternwillen nach längeren gemeinsamen Lernzeiten nachkommen“, so Marlies Stotz abschließend.

 

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