SPD Bad Oeynhausen

Gemeinsam für Bad Oeynhausen

Atompläne sorgen für Eklat im Umweltausschuss

Veröffentlicht am 27.10.2010 in Bundespolitik

Foto: Wiedemann/pixelio.de

Vor der Entscheidung über längere Atomlaufzeiten ist es im Bundestag zum Eklat gekommen. Unionsvertreter fühlen sich durch die Geschäftsordnungsanträge und Nachfragen an Vorgänge aus Zeiten der außerparlamentarischen Opposition erinnert. Schwarz-Gelb habe im Umweltausschuss wichtige Fragen nicht beantwortet und wolle durch die Laufzeitverlängerung durch das Parlament peitschen, kritisierten SPD, Grüne und Linke.

Schwarz-gelbes Atomgesetz im Schnellverfahren??

SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann sagte: „Die Beschimpfung der Opposition kann nicht darüber hinweg täuschen, dass der Bundestag in diesem Gesetzgebungsverfahren nicht in dem gebotenen Maß beteiligt wurde.“ Das Atomgesetz sei von Schwarz-Gelb im Schnellverfahren in den Ausschüssen abgenickt worden. ??Der Grünen-Politiker Volker Beck sagte, in seiner langen Zeit als Abgeordneter des Bundestags habe er so etwas noch nicht erlebt. „Selbstverständlich werden wir die Absetzung beantragen“, sagte Beck. Zu der Abstimmung am Donnerstagmorgen haben Umweltgruppen und Opposition Proteste vor dem Reichstag angekündigt.

Angst vor Abweichlern in den eigenen Reihen??

Die Regierung warf der Opposition vor, eine Entscheidung im Umweltausschuss zu verhindern, damit im Bundestag nicht über die längeren Laufzeiten abgestimmt werden kann. Beck entgegnete, die Koalition wolle die Abgeordneten zu einer Entscheidung zwingen, ohne dass wichtige Fragen geklärt seien. Die Hetze der Regierung sei mit der Angst vor Abweichlern in den eigenen Reihen zu erklären. In der Koalition wollten einige die Atompläne nicht mittragen, sagt er.

?Der SPD-Umweltpolitiker Matthias Miersch kritisierte, die Koalition habe nach dem Motto gehandelt: „Augen zu und durch, bloß keine Fakten auf den Tisch.“

„Atomkraft ist keine Brücke, sondern eine Sackgasse“??

Der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Naturschutzring kritisierten das geplante Laufzeitplus, dass Atomenergie bis mindestens 2035 bedeuten würde. Längere Laufzeiten von Atomkraftwerken würden große Risiken für die Allgemeinheit bergen. „Atomkraft ist keine Brücke, sondern eine Sackgasse“, sagte vzbv-Vorstand Gerd Billen. ??Der frühere Leiter der Abteilung für Reaktorsicherheit im Umweltministerium, Wolfgang Renneberg, warnte vor Risiken, wenn die Atomkraftwerke angesichts der schwankenden Ökostrom-Einspeisung künftig stärker rauf- und runtergeregelt werden sollen. „Die dadurch zunehmende Ermüdung von Anlagenteilen ist ein großes Problem“, sagte Renneberg der dpa. „Die Sicherheitsreserven der Anlage nehmen durch diese Belastungen deutlich ab.“ RWE und EnBW betonten, es gebe keine Sicherheitsbedenken bei einem flexibleren Betrieb der Anlagen.

(mit dpa)

 

News der Bundes-SPD

26.05.2026 09:14
Zusammen Zukunft schreiben..
Die SPD erarbeitet ein neues Grundsatzprogramm. Mach mit und gestalte mit uns die Zukunft.

Bei der Erbschaftssteuer geht es um Gerechtigkeit und um eine zentrale Frage: Hängen Chancen von Leistung ab oder von Herkunft?

11.05.2026 14:41
Stark gegen rechts.
Rechtsextremismus bedroht unsere Demokratie, Freiheit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wir stellen uns entschieden dagegen - für Vielfalt und eine starke Demokratie. Mach mit.

Weitere Meldungen

News der NRWSPD

NRWSPD
NRWSPD stellt Liste für Landtagswahl auf: Jochen Ott mit 96,2 Prozent gewählt Der Countdown zur Wahl hat offiziell begonnen: Am Samstag, den 13. Juni 2026 haben über 200 Delegierte im

Listenplatz Name Ergebnis 1 Jochen Ott 96,2% 2 Sarah Philipp 95,6% 3 André Stinka 96,0% 4 Lena Teschlade 96,6% 5 Gordan Dudas 96,6% 6 Ina Blumenthal 97,0% 7 Frank Müller

Vom Deutschen Fußballmuseum in Dortmund über ein Automuseum in Bielefeld bis hin zum historischen Klärwerk in Krefeld: Der Mitgliederdialog der NRWSPD mit dem Spitzenkandidaten Jochen Ott fand bewusst nicht in

Weitere Meldungen

Mitglied werden!

Kreis-SPD & Jusos

AfA & AG60plus

Die SPD in den Netzwerken

Zu den Profilen und Seiten: