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Anti-AKW-Protest: "Heißer Herbst" für Schwarz-Gelb

Veröffentlicht am 31.07.2010 in Bundespolitik

© Stefan Diefenbach-Trommer / .ausgestrahlt

Vor der angekündigten Präsentation des schwarz-gelben Energiekonzepts formiert sich wieder der öffentliche Widerstand gegen Atomkraft. Ein breites gesellschaftliches Bündnis kündigt der Bundesregierung einen "heißen Herbst" an – und umzingelt im September das Regierungsviertel.

Zehntausende Menschen werden am 18. September in Berlin auf die Straße gehen und das Regierungsviertel symbolisch umzingeln, um ein kraftvolles Zeichen für das Ende der Atomkraft zu setzen. Die SPD beteiligt sich an diesem Protest und tritt in einem breiten gesellschaftlichen Bündnis für zukunftssichere Erneuerbare Energien ein.

Die wiederholten Störfälle in Atomkraftwerken, die Zustände in den Atommülllagern Morsleben und Asse belegen, dass Atomenergie nicht beherrschbar und hochgefährlich ist. Die Frage der endgültigen Lagerung von strahlendem Atommüll ist nicht geklärt und wird den nachfolgenden Generationen aufgebürdet. Deshalb haben über 150.000 Menschen in den vergangenen Monaten bei zahlreichen Aktionen, Blockaden, Großdemonstrationen und der 120 Kilometer langen Menschenkette in Schleswig-Holstein und Hamburg gegen eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken protestiert. Dennoch hält die schwarz-gelbe Bundesregierung gegen die Mehrheit der Bevölkerung an ihren Atomplänen fest. Sie will die AKW-Laufzeiten verlängern und den Bundestag möglicherweise noch im September darüber entscheiden lassen.

Jetzt müssen wir dran bleiben!

"Wir sagen: Schluss jetzt!", heißt es in dem Aufruf zahlreicher Bündnispartner zur Großdemonstration. "Am 18. September wollen wir mit zehntausenden Menschen in Berlin auf die Straße gehen und das Regierungsviertel umzingeln! Damit läuten wir einen heißen Herbst ein, der im November in den vielfältigen Protesten gegen den Castor-Transport nach Gorleben gipfelt", so das Bündnis aus Anti-Atom-Initiativen, Umweltverbänden und Nichtregierungsorganisationen.

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